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Gantrisch: Noch immer zu wenig Schnee für gute Pisten

Das Skigebiet Gantrisch-Gurnigel hat auch dieses Jahr mit wenig Schnee zu kämpfen. Trotz idealem Wetter bleiben die Besucher weiterhin aus. Der Saisonstart verschiebt sich mindestens noch bis zum Wochenende.

Warten auf Schnee: Hans-Peter Schmid und Ivan Grossen sind bereit für den Saisonstart.
Warten auf Schnee: Hans-Peter Schmid und Ivan Grossen sind bereit für den Saisonstart.
Stefan Anderegg

Wer einen freien Parkplatz bei den Skiliften Gurnigel-Wasserscheide sucht, wird momentan schnell fündig. Viele Besucher kann das Skigebiet GantrischGurnigel nicht aufweisen. Bisher reichte des Schnee lediglich dazu, die kostenlose, 100 Meter lange Pinocchio-Piste für die Kinder und Anfänger zu eröffnen. Gestern Mittag waren dort aber trotz einladendem Wetter gerade einmal drei Familien unterwegs. Für die Kinder ein Segen, kann man doch umfallen und sich wälzen, wie man will, ohne jemandem in die Quere zu kommen. Dennoch sieht die Piste einsam aus. Man findet zurzeit mehr Schlittler in der Stadt Bern als in den Bergen.

«Die Saison verläuft bisher ganz schlecht.»

Hans-Peter Schmid

«Wir hatten mit deutlich mehr Schnee gerechnet», sagt Ivan Grossen (34), der Pistenmeister vom Gantrisch. Die 4 Zentimeter Neuschnee reichen schlichtweg nicht aus, um die restlichen Pisten zu eröffnen. Er könne und wolle derzeitig aber keine Prognosen machen, sonst sei er der «Böse», wenn die Pisten immer noch nicht offen sind. Mit der Anzahl Besucher ist er eigentlich zufrieden, man könne ihnen ohne genügend Schnee aber nicht das volle Erlebnis liefern.

Trotzdem zuversichtlich

Letztes Jahr musste man wetterbedingt ebenfalls lange mit Skifahren warten. Das Skigebiet konnte erst am 15. Januar eröffnet werden. Bisher blieben die Betriebstage ebenfalls aus. Hans-Peter Schmid (70), Verwaltungsratspräsident der Skilifte Gantrisch Gurnigel AG, sagt jedoch, man sei zuversichtlich für das Wochenende. «Die Saison verläuft bisher ganz schlecht. Dabei fehlt ja gar nicht mehr so viel» erklärte er mit Blick ins Tal hinunter. Trotz Pinocchio-Lift blieben die Gäste fern, denn Eltern wollten nicht den ganzen Tag auf der Übungspiste verbringen. Von Skifans ist also noch ein wenig Geduld gefragt.

Langläufer im Glück

Seit dem letzten Wochenende konnten sich Langläufer auf die Piste wagen. Rund 25 Kilometer sind mittlerweile für Besucher freigegeben. Dies liegt vor allem auch an einer neuen Walze. Heinz Lang (71) verkauft seit Jahren Skipässe am Eingang zur Langlaufstrecke. Die neue Maschine erlaube es, trotz wenig Schneefall die Pisten zumindest fürs Skating vorzubereiten. Deshalb sei man auch trotz magerem Schneezuwachs zuversichtlich, auch wenn er gestern gerade mal 15 Tageskarten bis zum Nachmittag verkauft hatte.

Langläufer Matthias Hauswirth (31) sagte schmunzelnd: «Die Piste ist erstaunlich gut, obwohl es so wenig Schnee hat. Aber ich würde schon empfehlen, die alten Ski einzupacken.» Letzten Sonntag sei es noch ziemlich steinig gewesen, doch die Lage sähe jetzt schon viel besser aus.

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