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Wolfspaar tappt beim Schwarzsee in Fotofalle

Im Gebiet zwischen Schwarzsee und Jaun ist ein Wolfspaar unterwegs. Das zeigen Bilder einer Fotofalle von Mitte September.

Die Fotofalle erwischte Mitte September die beiden Wölfe, die hintereinander herlaufen. Es handelt sich wohl um ein Männchen und ein Weibchen.
Die Fotofalle erwischte Mitte September die beiden Wölfe, die hintereinander herlaufen. Es handelt sich wohl um ein Männchen und ein Weibchen.
zvg

Seit über zwei Jahren ist eine Wölfin im Gebiet der Freiburger Voralpen unterwegs. Im Juni wurde im Raum Boltigen ein zweiter Wolf, ein Männchen, genetisch identifiziert. Wegen dieses Nachweises hat das Amt für Wald, Wild und Fischerei des Kantons Freiburg (Wald A) seine Beobachtungen verstärkt. Zu den Massnahmen gehörten mehrere Fotofallen, die an Stellen eingerichtet wurden, an de­nen die Wildtiere vorbeikommen müssen.

Prompt schnappte einer dieser Fotofallen in der Region Schwarzsee Mitte September zu. Die Bilder zeigen zwei Wölfe, die hintereinandergehen. Es handle sich um zwei erwachsene Tiere, teilten die Freiburger Behörden gestern mit. Die Indizien sprechen für ein Wolfspaar. Beim Weibchen handle es sich wahrscheinlich um dasjenige, das seit gut zwei Jahren in der Region nachgewiesen ist, sagt Dominique Schaller, Vorsteher des Wald A. Denn Tiere würden in ihrem Territorium bleiben.

Spurensuche geht weiter

Um das Wolfspaar einwandfrei zu identifizieren und um mehr über ihr Verhalten zu erfahren, werden weitere Spuren (Kot, Beutereste) gesucht. Es wurden unter anderem automatische Tonaufnahmegeräte installiert. Ob sich in der Region Schwarzsee/Gantrisch ein Wolfsrudel bilden wird, könnte sich im nächsten Frühling zeigen. In dieser Jahreszeit werfen Wölfe ihre Jungen.

Warten auf Analyse

Im Kanton Bern haben die Wölfe in den letzten Monaten, seit dem Nachweis in Boltigen, keine neuen Spuren hinterlassen. Noch nicht geklärt ist der Vorfall vom August, als bei Sangernboden eine Treibhündin totgebissen wurde. Die Besitzerin hatte nach eigenen Angaben zwei Wölfe gesehen, die sich in ihre Hündin verbissen hatten. Die aufwendigen DNA-Analysen sind noch nicht abgeschlossen.

Drei weitere Wolfspaare

Bleiben die beiden Freiburger Wölfe zusammen, sind sie bereits das vierte Wolfspaar in der Schweiz. Am Bündner Calanda-Massiv lebt ein Paar, das seit 2012 jedes Jahr erfolgreich Junge aufzieht, wie die Koordinationsstelle für Raubtierökologie und Wildtiermanagement (Kora) auf ihrer Webseite schreibt.

Ein zweites Rudel siedelte sich 2015 östlich von Bellinzona im Kanton Tessin an. Seit Ende 2014 lebt zudem ein Wolfspaar im Augstbordgebiet im Oberwallis. Diesen Sommer wurde in der selben Region ein Jungwolf gesichtet. Die Behörden vermuten, dass es sich um den Nachwuchs des bereits bekannten Wolfspaares handelt. Insgesamt leben gemäss Kora zwischen 30 und 35 Wölfe in der Schweiz.

SDA/hus

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