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Berner in Freiburger Diensten

1.-Liga-EishockeyDer HC Düdingen gehört zu den Spitzenteams in der Westschweizer Erstligaszene. Mit Trainer Thomas Zwahlen steht ein Berner an der Bande. Andy Keller ist mit 40 Jahren nochmals in die oberste Amateurliga zurückgekehrt.

Er war ein erfolgreicher Trainer bei SCB Future. 2009 verliess Thomas Zwahlen den Berner Nachwuchs. Mit 49 Jahren wollte er nicht mehr professioneller Eishockeytrainer werden, wie es die Berner wünschten. Seine Arbeit – Zwahlen ist bei der Kantonspolizei stellvertretender Leiter des Bereichs Stationäre Polizei Bern-Nord – war ihm zu wichtig. «Dann trat Düdingen an mich heran», sagt Zwahlen. «Die Aufgabe reizte mich. Mit SenSee Future wird in der Region gute Nachwuchsarbeit geleistet, zudem besteht eine Zusammenarbeit mit Gottéron.» Zwahlen übernahm mit Düdingen einen etablierten 1.-Liga-Verein, dem in der Region Bern eher wenig Aufmerksamkeit zuteilwird. Die Freiburger gehören der Amateurliga Region Westschweiz an und spielen in der 1.-Liga-Gruppe 3. «In dieser Gruppe wird anderes Eishockey gespielt als im Kanton Bern», sagt Zwahlen. «Es herrscht eine Dreiklassengesellschaft. Gegen die Spitzenteams gibt es gute Spiele. In Begegnungen mit Teams aus dem Mittelfeld und der unteren Tabellenhälfte muss man oft gegen einen defensiven Gegner anrennen.» Zwahlen steht in Düdingen ein Team zur Verfügung, das in verschiedener Hinsicht vielfältig ist. Junge und alte Spieler sind in einer Mannschaft vereint, Berner, Westschweizer, Zürcher und Tessiner. «Es herrscht ein guter Teamgeist. Zudem sind wir die Nummer 2 im Kanton Freiburg. Das Medieninteresse ist höher als bei den Berner Erstligisten.» Arbeitskollege im Team Auf die laufende Saison hin gelang es Zwahlen, Andy Keller zu einem Wechsel nach Düdingen zu bewegen. Keller, der unter anderem für den SCB, die SCL Tigers und Langenthal gespielt hat, ist 40 Jahre alt und als Gruppenchef bei der Polizei Zwahlen unterstellt. Zuletzt spielte er in der 2.Liga für Mirchel. «Ich habe mir gut überlegt, ob ich die erhöhte Belastung in der obersten Amateurliga nochmals auf mich nehmen will», sagt Keller. «Ich bereue es nicht, zurückgekehrt zu sein. Im Sommer habe ich einen erhöhten Trainingsaufwand betrieben, sodass ich ohne Probleme mithalten kann.» Keller nimmt in Zwahlens Mannschaft die Rolle des Routiniers ein, der die jungen Spieler unterstützen soll. «Er ist ein Mann, der den Nachwuchsleuten vieles beibringen kann», sagt der Coach. Der gebürtige St.Galler Keller ist nicht der einzige Spieler aus dem Kanton Bern, der für Düdingen aktiv ist. Janick Holzer und Sandro Abplanalp stehen ebenfalls bei den Freiburgern unter Vertrag. Wäre es für Düdingen nicht sinnvoll, in die Region Zentralschweiz zu wechseln und gegen die Berner Erstligisten anzutreten? «Ich würde dies gerne tun», sagt Zwahlen. «Wir haben das im Verein auch diskutiert, ohne dass es konkret spruchreif wird. Und die Region Westschweiz würde uns wohl nicht freigeben.» Zu wichtig ist Düdingen als 1.-Liga-Spitzenteam, das in der Vergangenheit immer wieder Martigny-Verbier geärgert hat. Ende November gewannen die Freiburger beim NLB-Aufstiegsaspiranten 2:1. «Es ist unser Ziel, Martigny in der laufenden Saison in den Playoffs zu eliminieren», sagt Trainer Zwahlen selbstbewusst. Reto Pfister>

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