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Beschwerde gegen Kulturfabrik

Die Anwohner des Kofmehls verlangen von der Stadt unabhängige Lärmmessungen rund um die Kulturfabrik.

Die Liste der Anträge an die Stadt wegen der Kulturfabrik Kofmehl liegt jetzt vor. Die Kläger, deren Immissionsbeschwerde gegen das Kofmehl vor Verwaltungsgericht teilweise gutgeheissen wurde (wir berichteten), verlangen nun Kontrollmessungen im Aussenbereich der Kulturfabrik, und, wie angekündigt, eine Reduktion der Anzahl Anlässe und Betriebszeiten gemäss Betriebskonzept. Zu beiden Punkten fordern die Kläger eine Stellungnahme der Stadt Solothurn bis spätestens am 30. Juni 2009. Gaston Barth, Leiter der Rechtsabteilung der Stadt bestätigt, dass er ein Schreiben der Kläger erhalten habe. Über den Inhalt und den weiteren Verlauf der Abklärungen rund um diese Angelegenheit will sich Barth allerdings wegen dem noch laufenden Verfahren nicht äussern.Auch Kofmehl-Betriebsleiter Pipo Kofmehl kann zu den Anträgen nicht Stellung beziehen. «Von diesen Forderungen wissen wir nichts», sagt er. Durch diese Zeitung haben die Betreiber der Kulturfabrik Kofmehl überhaupt erst erfahren, dass die Baukommission vor Ort entsprechende Abklärungen durchführt. Das stört die Betreiber aber nicht weiter: «Wir halten uns an das geltende Betriebskonzept.»«Neutrale Kontrollen» Der Grenchner Anwalt Urs Tschaggelar, welcher die Interessen der Anwohner vertritt, meinte zu der Forderung nach den Kontrollmessungen: «Nach den Erfahrungen meiner Klienten werden die Emissionswerte seit der Inbetriebnahme des Kofmehls um ein mehrfaches überschritten.» Er bezieht sich dabei auf den Lärmgrenzwert nach ‹Cercle Bruit› von 35 Dezibel. Gemäss dem Urteil des Verwaltungsgerichtes hätten die Anwohner ein Recht darauf, dass auch der Lärm von Konzertbesuchern rund um das Kofmehl berücksichtigt wird, so Tschaggelar. Er möchte, dass die beantragten Kontrollmessungen von einer unabhängigen Instanz unangemeldet und verdeckt über einen Zeitraum von drei Monaten vorgenommen werden.Angemessene ReduzierungNoch nicht eindeutig ist der Antrag zur Reduktion des Kofmehlbetriebes, welche den Klägern vorschwebt. Tschaggelar spricht von einer «angemessenen Reduzierung». Zur Zeit sieht das Betriebskonzept des Kofmehls jährlich maximal 40 Grossanlässe mit 600 oder mehr Besuchern vor. Während zehn Monaten im Jahr dürfen Anlässe stattfinden. «Zu viel», finden die Kläger.

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