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Betrüger an Bancomat

SkimmingDie Burgdorfer Niederlassung der BEKB musste gut 500 Kundenkarten sperren, weil sich Betrüger die Daten verschaffen konnten.

Dies raten die Banken ihrer Kundschaft: Man soll die Hand, die am Bancomaten den Code eingibt, abdecken – wegen allfälliger Betrüger, die Kameras einbauen und sich mit den gefilmten Codes Zutritt zu den Konten verschaffen. Wie der aktuelle Skimming-Fall beweist, würde sich diese Massnahme lohnen. Betroffen ist die Niederlassung der BEKB in Burgdorf. Der Öffnungsmechanismus der 24-Stunden-Zone, wo sich der Bancomat befindet, liess sich mit der eingeschobenen Karte bedienen. Diese Vorrichtung wurde von den Betrügern manipuliert; so gelangten sie an die Kartendaten. Um damit etwas anfangen zu können, benötigten sie auch noch den Zugangscode der betreffenden Kunden. Diesen beschafften sie sich über eine heimlich installierte Kamera über der Tastatur. Ereignet hätten sich diese Betrugsfälle Ende November/Anfang Dezember des vergangenen Jahres, sagt Hanspeter Merz, Leiter Kommunikation der BEKB. In den vergangenen Tagen habe man von den Betrugsfällen erfahren. 520 Karten habe man sperren müssen, bei 150 Karten seien unrechtmässige Bezüge erfolgt – und zwar von Mexiko aus. Die gesamte Schadenssumme nennt die Bank nicht. Nur so viel: «Pro Bezug kamen nie mehr als rund 1000 Franken weg.» Noch gestern Abend hatte jedes geschädigte Konto den fehlenden Betrag von den Bank wieder ersetzt bekommen. Bei derlei Vorkommnissen stehe das Institut selber gerade, das laufe nicht über eine Versicherung, sagte Merz. Die Polizei sei eingeschaltet worden. Künftig soll diese Art von Bankraub bei der BEKB nicht mehr vorkommen. Sie rüstet den Zugang zu den Bancomaten bei jenen Niederlassungen, bei denen dies nicht schon geschehen ist, in den nächsten Tagen um: Der Kartenschlitz wird durch einen Knopf ersetzt. So bleiben die Daten auf der Kundenkarte vor Betrügern geschützt. Hans Herrmann>

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