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Bettina Wulff geht lieber basteln

Während sich ihr Ehemann, der deutsche Bundespräsident Christian Wulff, um die politischen Geschäfte kümmert, sucht Bettina Wulff im Berner Zentrum Paul Klee die Nähe zu Kindern. Es sei, so munkelt man innerhalb ihrer Begleitschaft, ihr ausdrücklicher Wunsch gewesen, den steifen Staatsbesuch mit einem entsprechenden Rahmenprogramm aufzulockern. So sitzt die deutsche First Lady nach feierlicher Begrüssung von Ulrich Sinzig, Präsident der Stiftung Zentrum Paul Klee, im offenen Atelier des Kindermuseums Creaviva. Neben ihr und ebenfalls auf einem Kinderstuhl, sitzt Roland Hausin, Ehemann von Bundespräsidentin Doris Leuthard. Beide lächeln, obwohl sich die Fotografen in erster Linie für die attraktive blonde Dame zu interessieren scheinen. Und jetzt fällt der imaginäre Startschuss. Das bis in die letzte Sekunde durchorganisierte Museumsprogramm kann beginnen. Roland Hausin entzieht sich höflich dem Blitzlichtgewitter und gibt den Blick auf Bettina Wulff frei. Sie hat nun 45 Minuten Zeit, ein Kaleidoskop zu basteln, dieses zu bemalen, mit anwesenden Schülern der Schulungs- und Wohnheime Rossfeld Small Talk zu führen, das Museumsgästebuch zu signieren und anschliessend im Schnelldurchlauf die Ausstellung «Klee trifft Picasso» zu durchlaufen. Die Politikergattin scheint sich solch stressige Anlässe gewohnt zu sein. Sie lächelt freundlich und dies nicht mal unentspannt. Ernsthaftigkeit – vermutlich ist es die Konzentration – ist ihr erst beim Schnippeln bunter Folie ins Gesicht geschrieben. Auf Anweisung der Ateliersleiterin Katja Lang setzt Bettina Wulff nun die Einzelteile des Kaleidoskops zusammen und staunt, als sie durchblickt: «Super, ich bin schwer begeistert.» Und schon muss Wulff weiter zum Small Talk, den sie wiederum charmant und geduldig abwickelt. Bis sie ein Rossfeldschüler so richtig aus der Reserve lockt und gehörig zum Lachen bringt. Er bittet den Promigast um ein Autogramm. Die Linkshänderin unterschreibt und reicht ihm die Signatur zurück. «Ich wünsche Ihnen alles Gute und hoffe», beginnt sie den Satz. Der vorwitzige Schüler unterbricht: «Was hoffen Sie», fragt er. «Dass ich es lesen kann?» Miriam Lenz>

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