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beurteilung

Das Bundesamt für Strassen (Astra) argumentiert, dass mit punktuellen, zeitlich begrenzten Überholverboten für Lastwagen der Verkehrsfluss auf der linken Spur verbessert werden kann. Laut Michael Gehrken, Direktor des Nutzfahrzeugverbandes Astag, ist dieses Verbot eine Notmassnahme, die wohl vor allem psychologisch wirke. Damit könnten die Automobilisten besänftigt werden. Tatsächlich zeigte ein Test auf der A1 zwischen Rothrist und Safenwil, dass die Geschwindigkeit auf der Normalspur um 1 km/h sank, auf der Überholspur aber lediglich um 1 bis 2 km/h anstieg. Der Verkehrsfluss verbesserte sich zwar ein wenig, wie die Studie der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) aus dem Jahre 2009 zeigte: «Aber aufgrund der geringen Verkehrssicherheitsrelevanz eines solchen Überholverbotes sieht die BfU zurzeit keinen unmittelbaren Handlungsbedarf.» Auch Verkehrsexperten warnen vor allzu grossen Hoffnungen in diese Massnahme. Zu gross sind die Nachteile, wie ein erschwerter Spurwechsel, wenn man auf der Überholspur einem schnelleren Automobilisten Platz machen will, oder das durch Lastwagenkolonnen erschwerte Ein- und Ausfahren in die Autobahn. Auch gehäufte Lastwagen-Überholmanöver vor und nach solchen Verbotsstrecken sind zu erwarten. Selbst Astra-Sprecher Thomas Rohrbach kann nicht verhehlen, dass es sich auch um eine psychologische Massnahme für PW-Lenker handelt: «Damit kann sicher auch ein gewisses Mass an Aggressionen bei den Automobilisten abgebaut werden».gr>

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