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«Beziehung, die sich lohnt»

BeatenbergDie Raiffeisenbank Ringgenberg ist trotz Konkurrenzdruck und tiefen Zinsen weiter gewachsen. 2010 erwirtschaftete sie an ihren fünf Standorten 348631 Franken Gewinn – 8,4 Prozent mehr als 2009.

«Bei der Raiffeisenbank werden die Entscheide in einem überschaubaren Geschäftskreis gefällt, in dem sich Kunden und Bankpersonal kennen und vertrauen», erklärten Annina Meerstetter und Sarah Flück am Samstag im Kongresssaal Beatenberg die Stärke der Bank, bei der sie ihre Lehre absolvieren. Ihre Erläuterungen zum Motto der Raiffeisenbank Ringgenberg, «Ihre selbstständige Dorfbank – eine Beziehung, die sich lohnt», eröffneten die Generalversammlung, zu der Verwaltungsratspräsident Manuel Scheller 118 Mitglieder begrüssen konnte. Mehr Hypotheken Raiffeisen Ringgenberg ist in fünf Dörfern präsent: Neben dem Hauptsitz führt die Bank Stellen in Beatenberg, Habkern, Iseltwald und Niederried. Dass sich das auch lohnt, zeigten die Zahlen, die Verwaltungsratspräsident Scheller und Orlando Gitz, Vorsitzender der Bankleitung, präsentierten. Zwar schrumpfte das Wertschriften- und Anlagengeschäft 2010 wegen der tiefen Zinsen um 14,2 Prozent auf 186829 Franken. Dieser Rückgang wurde aber durch das Wachstum im Kerngeschäft mit der Zinsdifferenz zwischen Spargeldern und Ausleihungen um ein Vielfaches übertroffen. So stieg der Bruttogewinn um 6,6 Prozent auf 2,2 Millionen Franken, und der Jahresgewinn lag mit 0,35 Millionen sogar 8,4 Prozent über dem letzten Jahr. Zugenommen hatten vor allem die Hypotheken, die sich Ende 2010 auf 267,34 Millionen Franken beliefen. «90 Prozent der Hypotheken wurden im Wohnbereich vergeben, also für Eigentumswohnungen, Ein- oder Mehrfamilienhäuser», erläuterte Gitz. «Und 70 Prozent davon sind Festhypotheken.» Den «einzigen kleinen Wermutstropfen» machte Gitz bei den Kundengeldern aus: Sie nahmen zwar auch um 2,5 Prozent zu, doch deckte das Geld aus der Region mit 181,66 Millionen Franken nur gerade 65 Prozent der Ausleihungen. «Dieses Verhältnis ist verbesserungsfähig.» Mehr Mitglieder Die Bilanzsumme belief sich auf 298 Millionen und hat in den ersten Monaten des laufenden Jahres die 300-Millionen-Marke bereits überschritten. Die anrechenbaren Eigenmittel stiegen 2010 um 3,1 Millionen auf 24,8 Millionen Franken. «Damit werden die gesetzlichen Vorgaben nach wie vor deutlich übertroffen», stellte Gitz zufrieden fest. Die Geschäftskosten blieben bei leicht höherem Sachaufwand und etwas tieferen Personalkosten stabil. Im laufenden Jahr hat die Bank wegen des stetigen Wachstums und der erhöhten Anforderungen an das Bankgeschäft die Bankleitung mit Markus Grossmann, Leiter Services, verstärkt. Besonders freute sich Manuel Scheller, dass die Zahl der Mitglieder im vergangenen Jahr netto um 50 auf 3264 zugenommen hat. Die Generalversammlung genehmigte die Jahresrechnung sowie die Verzinsung der Anteilscheine zu 6 Prozent einstimmig. Willkommen geheissen wurde die Versammlung mit Volksliedern und mit einem nicht ganz ernsten Ausflug in die Geschichte des nicht ganz ungetrübten Verhältnisses zwischen Mensch und Geld von Gemeindepräsident Christian Grossniklaus.Sibylle Hunziker>

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