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BKW schaltet Mühleberg wegen Risiko vorläufig ab

SicherheitsmängelDer Stromkonzern BKW schaltet heute Donnerstag das AKW Mühleberg für zwei Monate ab. Grund sind Sicherheitsnachrüstungen und die Jahresrevision.

Bisher hatte die BKW stets betont, das AKW Mühleberg sei sicher. Nach der Atomkatastrophe in Fukushima hatte sie vorgerechnet, Mühleberg würde ein Erdbeben der Stärke 7 mit anschliessender Flutwelle ohne gravierende Folgeschäden überstehen. Gestern nun die Überraschung: Die BKW teilte an einer eiligst anberaumten Medienkonferenz mit, sie schalte das AKW vorübergehend ab – freiwillig. Grund sei eine nötige Sicherheitsnachrüstung bei der Kühlwasserversorgung. Neue Berechnungen der ETH Zürich hätten ergeben, dass bei einem extremen Hochwasser eine Verstopfung der Wasserleitungen, die von der Aare ins AKW führten, nicht auszuschliessen sei. Für die Nachrüstung investiert die BKW laut eigenen Angaben 10 Millionen Franken. Im September, nach der ordentlichen Jahresrevision, will die BKW das AKW wieder hochfahren. Dass der Stromkonzern sein AKW freiwillig vom Netz nimmt, darf bezweifelt werden. Bis heute Donnerstag muss die BKW bei der Atomaufsicht den Nachweis erbringen, dass Mühleberg ein Hochwasser, wie es nur alle 10000 Jahre vorkommt, beherrschen würde. Hätte die BKW das AKW nicht selber abgeschaltet, hätte es womöglich bald die Behörde getan.phmSeite 12+13>

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