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Blasmusik mit echter Freude

herzogenbuchseeDie Musikgesellschaft Herzogenbuchsee unter der Direktion von Ueli Holenweg liess das traditionelle Neujahrskonzert zu einem speziellen musikalischen Erlebnis werden.

In der voll besetzten reformierten Kirche bot das Programm, dass «nur» drei Kompositionen enthielt, eine breite Palette an konzertanter Blasmusik, die nicht nur das Publikum überzeugte, sondern gleichzeitig den Eindruck vermittelte, dass auch die Musikantinnen und Musikanten mit Begeisterung und echter Freude am Werk waren. So zum Beispiel zu Beginn mit «Les Chasseresses», einer Komposition, die Léo Delibes 1876 für das bekannte Ballett «Silvia» geschrieben hat, und die mit ihren dominierenden Passagen für Holzblasinstrumente und Waldhorn echte Jagdstimmung aufkommen liess. Die Jazz Suite No.2 von Dimitri Shostakovich bot konzertante Blasmusik im wahrsten Sinne des Wortes. Der 1906 als musikalisches Wunderkind in St.Petersburg geborene Russe zählt zu den grössten Komponisten seines Landes und hat die Jazz Suite No.2 1938 geschrieben. Mit Jazzmusik hat sie eigentlich nichts zu tun, abgesehen davon, dass sie für ein Sinfonieorchester mit vier Saxofonen, einem Akkordeon und einer Gitarre geschrieben worden ist. Die Musikgesellschaft Herzogenbuchsee ergänzte die Besetzung zusätzlich mit Bassgeige, Akkordeon und Vibrafon. Zum beeindruckenden Höhepunkt wurde der zunächst ausgelassene und später als Zugabe vorgetragene 1.Satz der Suite «First Dance», bei dem nochmals das starke Holzregister und vor allem die als Gast beigezogene Madiswilerin Anja Grossenbacher als virtuose Vibrafonsolistin so richtig zur Geltung kamen. Wiener Walzer Als weiterer Höhepunkt hatte das rund 40-köpfige Korps zuvor den bekannten «Kaiserwalzer» von Johann Strauss junior vorgetragen. Bevor dann – ganz zum Schluss und vom Publikum als zweite Zugabe stürmisch gefordert – das Buchser Neujahrskonzert mit dem inzwischen zur Tradition gewordenen «Radetzky-Marsch» seinen viel beklatschten Abschluss fand.mh>

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