Brienz-Rothorn-Bahn: «Ein Glanzresultat»

Interlaken

Die Brienz-Rothorn-Bahn hat in jeder Hinsicht ein erfolgreiches Jahr 2018 hinter sich.

Verwaltungsratspräsident Peter Flück (links) und Direktor Simon Koller haben eine erfolgreiche Saison hinter sich.

Verwaltungsratspräsident Peter Flück (links) und Direktor Simon Koller haben eine erfolgreiche Saison hinter sich.

(Bild: Monika Hartig)

«Wir blicken zurück auf ein einzigartiges Jahr mit vielen Gästen und tollem Wetter», sagte Verwaltungsratspräsident Peter Flück. Am Samstag fand im Casino Kursaal Interlaken die Generalversammlung der Brienz-Rothorn-Bahn AG statt. 144 Aktionäre vertraten 21 446 Stimmen, also 15,57 Prozent des Aktienkapitals.

Die Frequenzen der Bahn stiegen gegenüber der guten Jubiläumssaison 2017 um 13 Prozent auf 161'356 Passagiere. Während der 170 meist schönen Betriebstage (Vorjahr 173) fuhr die Bahn im Schnitt täglich 949 Personen (Vorjahr 827) auf den Brienzer Hausberg. «Im September waren es gar über 61 Prozent mehr Fahrgäste als 2017», so Peter Flück.

4,5 Millionen investiert

2018 wurden drei Kilometer Schienen der Dampfzahnradbahn in Nachtarbeit ersetzt, ohne Unterbruch des Bahnverkehrs. Die Gleisanlagen stammen aus der Gründerzeit um 1882. In 12500 Arbeitsstunden verbauten 15 Spezialisten 5000 Tonnen Material.

Dank eines Beitrags des Kantons Bern und Spenden des Vereins Dampffreunde konnten letztes Jahr 4,5 Millionen Franken in die Bahninfrastruktur investiert werden. Mit 144'000 Berg- und Talfahrten (rund 1000 mehr als im Vorjahr) fuhr die Bahn 33'462 Kilometer. Eine BRB-Zugkomposition wurde im September in der englischen Grafschaft Wales eingesetzt.

Finanzielles Glanzresultat

Der operative Gewinn der Bahn (Ebit) betrug 2018 Franken 222'069 (Vorjahr 146 472). Dank dem Wetterglück konnte das Berghaus Kulm den Umsatz auf 1,43 Millionen Franken steigern (Vorjahr 1,33 Millionen) und erwirtschaftete einen operativen Gewinn von 97'520 Franken. «Ein Glanzresultat», fand Oliver Jobin, Präsident der Finanzkommission. Mit einer Enthaltung genehmigten die Stimmberechtigten den Jahresbericht und die Jahresrechnung 2018.

«Der Kanton Bern hat uns ein Darlehen von 1,55 Millionen Franken erlassen, die als ausserordentlicher Ertrag verbucht werden», so Jobin. Zwar konnten so Verluste über viele Jahre nun getilgt werden. Doch im Businessplan für 2018 bis 2020 sind Investitionen von etwa 7,3 Millionen Franken vorgesehen.

«Wir sind weiterhin angewiesen auf Beiträge von Gemeinden, Dampffreunden, Gönnern und Helfern», so Jobin. Einstimmig war der Souverän dafür, das Bilanzergebnis 2018 auf die neue Rechnung vorzutragen. Mit einer Enthaltung stimmten die Aktionäre für die Entlastung des Verwaltungsrats und der Geschäftsführung für 2018. Die Anderegg Treuhand Meiringen wurde einstimmig für ein weiteres Jahr als Revisonsstelle gewählt.

«Familiengefühl»

Ein Aktionär bat um Offenlegung der Vorstandsvergütungen. «Wir nehmen die Anregung auf und informieren im nächsten Jahresbericht», so Peter Flück. Ein weiterer Aktionär erkundigte sich nach Vergünstigungen für Aktionäre.

Flück: «Im Zuge der Sparmassnahmen würden wir damit momentan kein positives Signal senden.» Bahndirektor Simon Koller sprach vom «Brienz-Rothorn-Bahn-Familiengefühl», wenn Aktionäre zu Besuch seien. «Wir zählen auch dieses Jahr wieder auf Sie.»

Die Saison 2019 startet am Wochenende vom 11./12. Mai (bis Mittelstation Planalp, Bergrestaurant offen), und ab 1. Juni fährt die Bahn wieder täglich ab Brienz bis auf das Brienzer Rothorn.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...