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Bringen statt holen

LangnauDer Wunsch nach einer regelmässigen Grünabfuhr bleibt unerfüllt: Das Grüngut muss weiterhin zum Werkhof gebracht werden.

Heute können die Langnauerinnen und Langnauer ihr Grüngut während der ordentlichen Öffnungszeiten beim Werkhof deponieren. Das sei nicht kundenfreundlich, finden einige – zum Beispiel der BDP-Parlamentarier Hans Ulrich Hofmann. Auf seinen Antrag hat der Gemeinderat geprüft, eine regelmässige Grünabfuhr einzuführen. Der Rat hat seitenlange Pro- und Kontra-Argumente zusammengestellt und ist zum Schluss gekommen: Das Bringsystem (Werkhof) sei die bessere und auch kostenverträglichere Lösung als das Holsystem mit der Abfuhr. Nun konnte sich auch das Parlament, der GGR, noch zum Thema Grüngut äussern. Dabei engagierten sich insbesondere BDP und SP für das Holsystem. Sie argumentierten: Eine Grünabfuhr erhöhe nicht nur Langnaus Standortattraktivität, sondern sei auch ökologisch sinnvoll, weil all die privaten Einzelfahrten zum Werkhof entfielen. Andere Gemeinden wie Oberburg oder Steffisburg machten mit der Abfuhr positive Erfahrungen. Und wegen der Kosten: «Man leistet sich ja auch eine regelmässige Papiersammlung.» Auf der Gegenseite argumentierte unter anderem die SVP, dass die heutige Lösung gut funktioniere und dass, wer den Transport zum Werkhof nicht organisieren könne, das Grüngut auch vom Gärtner oder einem Landwirt abholen lassen könne. Und nicht zu vergessen: «Wenn die Leute ihr Grüngut daheim lagern müssen, könnte es bald Reklamationen wegen des Gestanks geben.» Diese Seite setzte sich schliesslich durch und legte Hans Ulrich Hofmanns Vorstoss ad acta. Das Grüngut wird also nach wie vor beim Werkhof angenommen. Eine Neuerung gibt es trotzdem: Der Sammelplatz ist ab April zusätzlich jeden zweiten Samstagvormittag von 10 bis 11.30 Uhr geöffnet. maz>

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