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Bronze für Annik Marguet

Die Freiburgerin Annik Marguet hat an den Weltmeisterschaften in München Bronze im Dreistellungsmatch gewonnen.

Bis gestern haben sich die Schweizer Schützen – mit Ausnahme des Nachwuchses – an den Weltmeisterschaften in München nicht mit Ruhm bekleckert. Nun hat die 29-jährige Freiburgerin Annik Marguet den Bann gebrochen und im Dreistellungsmatch über 50 Meter überraschend die Bronzemedaille geholt. Sie musste sich nur von zwei Deutschen geschlagen geben. Quotenplatz für London Marguet hatte sich mit dem fünftbesten Resultat für das Finale qualifiziert und lag drei Punkte hinter einem Medaillenrang. Doch je länger die Finalserie (10 Schuss stehend) dauerte, desto treffsicherer wurde Marguet. Denn die Schützin aus Cormérod startete nicht optimal und rutschte nach sechs Finalschüssen auf den siebten Platz ab. Dann setzte sie zu einem Schlussspurt an: 10.2, 10.5, 10.5 und nochmals 10.5 lauteten ihre letzten vier Resultate, womit sie sich auf den dritten Platz vorschob und einen Quotenplatz für die Olympischen Spiele 2012 in London holte. «Ich habe nicht direkt mitgerechnet, aber gewusst, dass ich hinter den beiden führenden Deutschen dabei bin, weil ich gehört habe, was die Konkurrenz macht. Erst nach dem letzten Schuss habe ich auf die Tafel geschaut und bin im ersten Moment über Platz drei überrascht gewesen», kommentierte die Chemielaborantin ihren Erfolg. Mit 99.2 Punkten schoss sie das drittbeste Finalergebnis. Nervenstärke In der Qualifikation hatte Annik Marguet in der Stehend-Position noch einige Probleme. «Es lief nicht rund, doch es gab immer irgendwie Zehner. Im Final versuchte ich, locker zu bleiben und meinen Rhythmus zu schiessen. Auch wir Schweizer können es», schmunzelte sie. Vor dem letzten Schuss lag sie sieben Zehntel vor der Ukrainerin Kalnysh. Diese legte mit 10.5 vor. Marguet konterte nervenstark mit 10.5 und sorgte in der Schweizer Ecke für einen begeisterten Aufschrei. Ein deutscher Journalist kommentierte den Bronzegewinn so: «Der wichtigste Erfolg für das Schweizer Schützenvolk seit Wilhelm Tell.» Urs Huwyler/husResultate im Sport auf Seite 12. >

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