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Brutale Gewalt an Mädchen

AfghanistanEin besonders schwerer Fall von brutaler Gewalt gegen ein 15 Jahre altes zwangsverheiratetes Mädchen hat in Afghanistan für grosse Betroffenheit gesorgt.

Ihr wurden vom eigenen Ehemann Haare und Fingernägel ausgerissen, mit einer Zange schnitt er tiefe Wunden in ihren Körper – jetzt hat ein Video des britischen Senders BBC das Martyrium einer 15-Jährigen in Afghanistan öffentlich gemacht. Die seit gestern mit schwersten Verletzungen in einem Spital der Hauptstadt Kabul liegende Sahar Gul äusserte sich am Wochenende erstmals über ihr monatelanges Martyrium, das sie bei der Familie ihres Ehemanns durchlitt. Diese wollte sie nach Angaben des Mädchens zur Prostitution zwingen, sperrte sie wegen ihrer vehementen Gegenwehr ein halbes Jahr lang in der Toilette ein und folterte sie auf grausame Weise. «Ich habe kein Essen und kein Wasser bekommen, wurde gefoltert und geschlagen», sagte Gul mit brüchiger Stimme bei einem von der afghanischen Gesundheitsministerin Suraja Dalil in der Klinik anberaumten Medientermin. Der Fall kam ans Licht, als die Eltern der jungen Frau die Polizei kontaktierten, weil sie ihre Tochter seit Monaten nicht gesehen hatten. Gewalt gegen Frauen ist in Afghanistan verbreitet. Der Hilfsorganisation Oxfam zufolge geben fast 90 Prozent der afghanischen Frauen an, schon einmal körperliche, sexuelle oder psychische Gewalt erlitten zu haben beziehungsweise zwangsverheiratet worden zu sein. sda>

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