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Buchvernissage am Tatort

Heitere Lesung auf politischem Parkett: Nationalrat Norbert Hochreutener und Heinz Ramstein feierten ihren dritten Krimi.

Es mag vielleicht verdächtig scheinen, an einer Krimivernissage im Hotel Bellevue Palace eine Strichliste zu führen. Wenn in der letzten Viertelstunde vor dem offiziellen Teil jedoch geschlagene 13 Personen über den Teppich stolpern, ist dies eine Zählung wert. Sie verkürzt die Wartezeit, bringt Nervenkitzel und Spass. Und sie passt in diesem Fall sogar zur offiziellen Beschreibung des heute gefeierten Buches: «spannend und vergnüglich». Für die Premiere seines dritten Kriminalromans «Dubach im Machtpoker – Mord im Bellevue» hat Nationalrat und Storylieferant Norbert Hochreutener eine besondere Lokalität ausgewählt – den Tatort in seiner Geschichte. Auf dem Balkon ihres Zimmers im Berner Hotel Bellevue Palace nämlich wird Bundesrätin Katrin Bürgi kurz nach ihrer Wahl tot aufgefunden. War es ein Unfall, Selbstmord oder gar Mord? Die aus den vorangehenden Dubach-Roman bekannten Hauptfiguren, Polizeikommissär von Gunten und Journalist Marc Dubach, tappen im Dunkeln. Umso hellerer Laune sind die anwesenden Premierengäste. So erstaunt es nicht weiter, dass vor der Lesung über Knieprobleme, heilende Spritzen und neue Therapieformen diskutiert wird. In Sachen Spassfaktor sind die Krimifreunde aber alle jung und busper geblieben. Teilweise fallen gar freche Sprüche, werden jedoch allesamt mit Humor aufgefangen. Moderator Roland Jeanneret beispielsweise glaubt zu wissen, warum Norbert Hochreutener und nicht Mitautor Heinz Ramstein für das mannshohe Aushangplakat Modell gestanden hat. «Weil man sonst ein querformatiges Bild hätte machen müssen», witzelt er. SVP-Nationalrat Rudolf Joder nutzt den ungezwungenen Rahmen, um aus dem Nähkästchen zu plaudern. Wenn er und Norbert Hochreutener an deren gemeinsamem Geburtstag am 10.Juni jeweils zusammen ein Gläschen heben, erzähle er ihm gerne ein paar Müsterli aus seier Partei. «Ich bin gespannt, wie viele davon im Buch vorkommen», so Joder. Miriam Lenz>

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