Bühne frei für das Jodlerfest

Brienz

Der Gemeinderat spielt mit offenen Karten: An der Brienzer Gemeindeversammlung wurde ein Kredit von 180'000 Franken für das Kantonale Jodlerfest bewilligt.

93 Stimmberechtigte erschienen an der Brienzer Gemeindeversammlung.

93 Stimmberechtigte erschienen an der Brienzer Gemeindeversammlung.

(Bild: Manu Friederich)

Gemeindepräsident Bernhard Fuchs übertrug die Leitung der Gemeindeversammlung an Vizepräsidentin Madeleine Zobrist: Im Traktandum 3 gings ums Kantonale Jodlerfest, das im Juni 2019 in Brienz stattfindet. Fuchs ist Präsident des Organisationskomitees. Er orientierte über den Stand der Dinge: Am See wird ein Jodlerdörfli entstehen, in den öffentlichen Sälen und der Kirche wird gejodelt, in der Trauffer-Halle werden Fahnen geschwungen. Viele Jodler haben sich bereits angemeldet.

In Sachen Kostenbeteiligung spielt die Gemeinde mit offenen Karten: Sie liess einen Nachkredit von 180'000 Franken bewilligen, wovon die Leistungen an Personal, Strom, Wasser, Abwasser und Infrastruktur 100'000 Franken ausmachen. Das OK erhält eine Bevorschussung von 50'000 Franken. Diese ist Teil der Defizitgarantie von 80'000 Franken, die von den Gemeindebetrieben geleistet wird. Wortmeldungen gabs von den 93 anwesenden Stimmberechtigten nicht, aber spürbar war «im singenden Dorf am See» doch Freude auf das Fest.

Defizitäres Budget

Brienz budgetiert das Jahr 2019 bei gleich bleibender Steueranlage von 1,81 mit einem Aufwand von 12,4 Millionen Franken und einem Defizit von 248'400 Franken im allgemeinen Haushalt. Im Gesamthaushalt beträgt das Defizit 48'550 Franken bei einem Aufwand von 20,5 Millionen Franken, dies dank den positiven Abschlüssen Elektrizität und Wasserkraftwerke. Damit das in Sachen Wasserkraft auch so bleibt, verkauft Brienz als Elektrizitätsversorger 23 Prozent seiner Aktien am Kleinkraftwerk Steinbruch an die mitbeteiligten Gemeinden Hofstetten und Schwanden. Die Brienzer Beteiligung sinkt damit unter 50 Prozent, und so kommt das Kraftwerk weiter in den Genuss der Mehrkostenentschädigung, mit der Kleinkraftwerke bis 2035 gefördert werden.

Schwanden und Hofstetten haben bereits zugestimmt. Brienz kaufte, als die Bedingungen günstig waren, ein neues Laufrad für das Kraftwerk Giessbach. Eingebaut wird es, wenn das aktuelle Rad seinen Dienst nicht mehr tut. Gekostet hat das Rad gut 96'000 Franken, wie die Abrechnung zeigte. Weil die Gebäudeversicherung mehr zahlte als budgetiert, lag die Heizungssanierung im Dienstleistungszentrum 133'000 Franken unter dem bewilligten Kredit.

Berner Oberländer

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