Bunt, virtuos und witzig angereichert

Hondrich

Das 20-jährige Salonquintett I Galanti überzeugte zum Auftakt der Kammermusikkonzerte mit einem vielseitig-bunt durchmischten Programm.

Das Salonquintett I Galanti im Einsatz in Hondrich. Foto: Heidy Mumenthaler

Das Salonquintett I Galanti im Einsatz in Hondrich. Foto: Heidy Mumenthaler

«Das Salonquintett I Galanti verlässt das Teenageralter und wird im Dezember 20-jährig», erwähnte Michael Keller zu Beginn des knapp zwei Stunden dauernden Neujahrs-Doppelkonzerts. Die Kammermusikreihe Hondrich startete in einem frischen, farbigen Kleid in ihre 23. Saison.

«Das neu gestaltete Programmheft liefert in Wort und Bild Wissenswertes über die Interpreten und die erklingende Musik der fünf Konzerte», freut sich die künstlerische Leiterin Bettina Keller. Übers Dreikönigswochenende horchten viele Besucher aus Nah und Fern einem aussergewöhnlich abwechslungsreichen, überaus vielseitig-farbig durchmischten Programm.

Stets mit neuen Ideen unterwegs

Das Salonensemble in Wienerbesetzung (Michael Keller, Franziska Grütter, Violinen, Nebojša Bugarski, Violoncello, Bettina Keller, Kontrabass, und Bruno Leuschner, Klavier) hat stets neue Ideen und arrangiert neue Stücke selber. So auch in seinem 20. Jahr mit auserlesenen Trouvaillen. Das Ensemble präsentierte sich am Wochenende in Topform und feuerte virtuos, witzig und mit Charme so richtig an.

Gleich im Eröffnungsstück von Astor Piazzolla, der im Programm des Neujahrskonzerts nicht fehlen darf, heizten die fünf so richtig ein. Witzig erklang vom russischen Komponisten Karl Davidow «Am Springbrunnen», die Solopartie meisterhaft vom Cellisten vorgetragen. Lieblich wirkte Debussys «Claire de lune», schalkhaft und charmant «Ein kleiner grüner Kaktus» vom Cellisten Nebojša Bugarski singend interpretiert. Filmmusik fehlte ebenso wenig wie Schumanns «Träumerei».

Mit der «Rêverie» des Kontrabassvirtuosen Giovanni Bottesini stellte Bettina Keller ihr Instrument meisterhaft ins Zentrum. Im Programm erklangen auch Werke von zwei noch lebenden Komponisten: von Myroslaw Skoryk aus der Ukraine die «Karpathische Rhapsodie» und von Julian Plaza aus Argentinien «Morena».

Beide Stücke erklangen intensiv, temperamentvoll und rasant. In einer Zugabe kam zudem noch ein Milchschäumer zum Einsatz, der den Klang der Violine witzig in einen Mandolinenklang verwandelte. Die Spielfreude der vielseitigen Musiker bot für jeden Geschmack ein erquickendes Hörvergnügen. (hms)

Die weiteren Konzerte:10. Februar, 10. März und 5. Mai jeweils um 17 Uhr im Inforama-Saal. Infos und Reservationen unter www.kammermusik-hondrich.ch.

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