Zum Hauptinhalt springen

Bunte Ballone zum Jubiläum

Gestern trafen sich Schüler und Lehrer zum Schulfest in Moosseedorf. Im Mittelpunkt stand das 25-Jahr-Jubiläum des Schulhauses Staffel 3. Valentin Spescha war als junger Lehrer von Anfang an dabei. Heute

Der 22. April 1984 war für die Lehrer und Schüler in Moosseedorf kein gewöhnlicher Montag. Um 10 Uhr schwebten 200 Ballone über der Schulanlage Staffel. Mit einem gemeinsamen Freudenschrei gaben die Anwesenden den Startschuss zum Beginn des Schulbetriebs im Staffel 3, dem neuen Unterrichtsort für die Fünft- bis Neuntklässler. Anlässlich des traditionellen Schulfestes feierten Lehrer, Schüler und Ehemalige gestern das 25-Jahr-Jubiläum der Anlage. «Als Lehrer mitgezügelt» Von Anfang an dabei war Valentin Spescha. Vor 25 Jahren wechselte er als einer der Jüngsten aus dem Kollegium vom alten Schulhaus der Unterstufe in den grünen Erweiterungsbau in die Oberstufe. «Ich wurde gleich mitgezügelt», erzählt der 57-Jährige. «Als junger Lehrer war ich für den Wechsel wohl bereits gesetzt.» 1993 wurde Spescha Schulleiter im Staffel 3. Valentin Spescha ist in Thun aufgewachsen und wohnt in Jegenstorf. Im Schulhaus verbringt er viel Zeit. Selbst die Sonntagnachmittage widmet er der Büroarbeit. «Hin und wieder klopft sonntags ein Schüler an mein Bürofenster und winkt mir zu», erzählt Spescha. Solche Kontakte freuen ihn und zeigen ihm, dass er mit seiner Philosophie auf dem richtigen Weg ist. «Ich tue, was in meiner Macht steht, damit die Lehrerkollegen zufrieden sind.» Es allen recht zu machen, sei nicht einfach. Er habe die Erfahrung gemacht, dass «ein Lehrer zwei Meinungen, zwei Lehrer deren fünf haben». Weniger Schülerstreiche Valentin Spescha glaubt nicht, dass die Schülerinnen und Schüler früher braver waren. Gewalt, Drogen- oder Alkoholprobleme – das kenne man im Schulhaus Staffel nicht. Bei Streichen erinnert er sich lieber an Vergangenes. «Früher machten wir doch auch Dummheiten, und die warfen kaum grosse Wellen.» Später, als junger Lehrer, habe er bei Stellvertretungen immer zuerst die Festigkeit der Türfalle kontrolliert, dann den Lehrerstuhl gekippt, damit der Reissnagel herunterfallen konnte. «Solche Streiche kommen den Schülern heutzutage gar nicht mehr in den Sinn.» «Wir integrieren fast alle», sagt Valentin Spescha. Er erzählt von zwei Schülern aus Tibet, die «wohl zwei Wochen vorher noch Yak gehütet hätten», bevor sie eines Tages vor der Schultür standen. In der fünften Klasse sind 18 Kinder, 15 davon mit einem oder beiden Elternteilen aus dem Ausland. «Ist das viel?», fragt Spescha. Die meisten seien bereits hier geboren. Da habe er Mühe, von Ausländern zu sprechen. Vielmehr beschäftigen ihn jene Schüler, die stundenlang vor der Haustüre warten müssen, weil niemand zu Hause ist. Wie die Ballone in der Luft, will auch Valentin Spescha im Schulhaus Staffel noch einiges bewegen. «Ich habe noch viele Sachen im Hirni.» Ganz oben auf der Liste stehe die reibungslose Durchführung der traditionellen Schulanlässe. Der Musikwettbewerb, das Open Air oder der Wiener Abend: «Auf solche Feste freuen sich bereits unsere Kleinsten.»Simone Wölfli>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch