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Burger erhalten mehr Geld für die Waldbewirtschaftung

GGR (3)Die Burger erhalten von der Einwohnergemeinde für die Bewirtschaftung und Pflege des Steffisburger Walds in Zukunft 40250 anstatt

82 Prozent des Steffisburger Waldes gehören der Burgergemeinde Steffisburg. Sie kümmert sich um dessen Pflege und Bewirtschaftung, muss ihn aber auch als Naherholungsgebiet für Spaziergänger, Sportler und andere Interessengruppen zur Verfügung stellen. Der Wald kann also von den Burgern nur beschränkt genutzt werden; diese Tendenz hat sich in den letzten Jahren durch gestiegene Freizeitaktivitäten im Wald noch verstärkt. Bisher hat die Burger- von der Einwohnergemeinde Steffisburg jährlich 8000 Franken erhalten, womit diese sogenannt «gemeinwirtschaftliche Leistung» abgegolten wurde. Die entsprechende Vereinbarung stammt aus dem Jahr 1988. Vor zwei Jahren haben die Burger ein Gesuch gestellt, diesen Betrag auf rund 40000 Franken zu erhöhen. Allein die Teuerung der letzten 23 Jahre beläuft sich auf 44 Prozent. Aber auch das neue kantonale Waldgesetz, das seit 1997 gilt, stellt zusätzliche Anforderungen an die Waldbewirtschaftung: So hat etwa für die Gebiete Lehn–Hartlisberg und Zulgrain der Natur- und Landschaftsschutz besondere Priorität. Im Wald am Hartlisberg muss zudem speziell den Bedürfnissen nach Sport, Freizeit und Erholung Rechnung getragen werden. Verknüpfung wurde kritisiert Im März dieses Jahres arbeiteten der Burger- und der Gemeinderat einen Leistungsvertrag aus, den die zwei Gremien genehmigten. Gestern wurde der Verpflichtungskredit von 40250 Franken, der ab sofort jedes Jahr für die Abgeltung der Arbeiten der Burger verwendet wird, dem GGR vorgelegt. Dass die Pflege des Walds diesen Betrag wert ist, war im Rat weitgehend unbestritten. Dass der Gemeinderat das Geschäft mit einem zweiten verknüpft hat, kam dagegen nicht gut an. Es wurde mit der Burgergemeinde nämlich noch ein Vorvertrag abgeschlossen, wonach eine Parzelle beim Eichfeld dereinst im Baurecht genutzt und dort allenfalls der geplante Allwetterplatz gebaut werden kann. «Die Transparenz in dieser Sache ist nicht optimal», monierte Adrian Grossniklaus (BDP). Trotzdem sei die Partei dagegen, die guten Beziehungen zu den Burgern aufs Spiel zu setzen, deshalb werde der Kredit zur Annahme empfohlen. Ähnlich tönte es bei der SVP: «Wir sehen, dass dieser Kredit nötig und sinnvoll ist, und stehen darum dahinter – trotz Vorbehalten gegenüber der Verknüpfung.» Aufwände sind gestiegen Hans Berger (GLP) kritisierte die Verknüpfung der Geschäfte zwar ebenso, gab aber auch zu bedenken: «Besonders nach dem Sturm Lothar gab und gibt es in den Wäldern immer noch viel zu tun. Mit einem Ja zum Kredit entsteht eine Win-win-Situation für Burger und Gemeinde.» Als ehemaliger Revierförster meldete sich Christian Gerber von der EDU zu Wort. Heutzutage seien die Forstarbeiter mit vielen neuen Herausforderungen konfrontiert. Zudem stosse man schnell einmal auf Unverständnis bei der Bevölkerung, schon nur wenn etwa ein beliebter Weg wegen Holzschlag für kurze Zeit gesperrt werden müsse. «Das alles erfordert mehr Energie und mehr Personal, und daher ist die höhere Abgeltung gerechtfertigt», so Gerber. Gemeinderat Marcel Schenk (SP) stellte zuletzt nochmals das gute Einvernehmen mit den Burgern ins Zentrum, sprach von einem «Geben und Nehmen» und begründete so auch die Verknüpfung mit dem Vorvertrag. Der GGR genehmigte das Geschäft schliesslich ohne Gegenstimmen bei einer Enthaltung.gbs>

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