Christian Maurers «luftiger» Spielplatz

Mülenen

Gleitschirmprofi Christian Maurer erzählte am Kulturabend im Berghaus Niesen Kulm, was die Pyramide am Eingang zum Berner Oberland für ihn bedeutet.

Niesenbahndirektor Urs Wohler (l.) mit Christian Maurer anlässlich dessen Vortrag auf dem Niesen.

Niesenbahndirektor Urs Wohler (l.) mit Christian Maurer anlässlich dessen Vortrag auf dem Niesen.

(Bild: Bruno Petroni)

Bruno Petroni

Christian «Chrigel» Maurer gross vorzustellen, war wirklich nicht nötig am letzten Kulturabend Donnerstagabend auf dem Niesen. Der 35-jährige Gleitschirm-Berufspilot, in Adelboden aufgewachsen und seit ein paar Jahren in Frutigen zu Hause, gehört im Kandertal zu den populärsten Personen. Vor voll besetzter Kulisse im Glaspavillon des Berghauses Kulm erzählte der dreifache Weltcupsieger und fünfmalige X-Alps-Champion von seinem Werdegang und seiner ganz persönlichen Beziehung zum Niesen.

«In meiner Jugend hiess es jeweils, nach dem Niesen komme gleich das Ausland. Und genau das wollte ich. Ins Ausland fliegen.» Nun, das hat er denn als 20-Jähriger auch getan: 2003 flog Maurer vom Niesengipfel via Wallis bis ins österreichische Tösens, was mit 323 Kilometern neuen Europarekord bedeutete.

Bär entdeckt

Auch zeigte er seinem Publikum anhand eines Kurzfilms, was es heisst, mit dem Speedflyer knapp über dem Boden bis zur Talstation der Niesenbahn zu fliegen – und dort ennet der Kander auf dem engen Strässchen zu landen.

Chrigel Maurer berichtete auch vom Bären, welchen er unlängst am Walchergrat in der Jungfrauregion fliegend auf der Meereshöhe von 3700 Metern entdeckte. Und von seinem jüngsten Abenteuer am Kilimandscharo, welches er als Highlight des laufenden Jahres bezeichnet: «Nach langem, 15-tägigem Aufstieg bei Sonnenaufgang den Gipfelschatten ähnlich wie denjenigen des Niesens im Morgennebel zu sehen und danach 4700 Höhenmeter in die endlose Ebene hinabzufliegen, das war das Grösste. Unbeschreiblich schön.»

Schliesslich liess Chrigel sein Publikum auch teilhaben an der Entstehung seiner überlegenen Siege an den grössten Gleitschirmrennen der Welt, dem X-Pyr und dem X-Alps, welche er drei- und fünfmal gewann. Luftaufnahmen rund um den Niesengipfel, wo er auch mal auf dem 20 Meter hohen Baukran zwischenlandete, rundeten Maurers ersten Auftritt im Rahmen der Niesen-Kulturabende ab.

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