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Christoph Sausers Entscheid

MountainbikeChristoph Sauser will bis London 2012

Es war kein Schweizer Tag in Offenburg. Der Franzose Julien Absalon wurde als Sieger seiner Favoritenrolle gerecht. Bester Eidgenosse im Cross-Country-Weltcuprennen war Fabian Giger als Sechster. Der St.Galler konnte gar Nino Schurter um zwei Sekunden hinter sich lassen. Der hoch eingestufte Gesamtweltcupsieger des letzten Jahres musste sich mit Platz 7 begnügen. In der Person von Thomas Litscher (9.) klassierte sich ein dritter Swiss-Cycling-Athlet in den Top Ten. Erneuter Defekt Gespannt durfte man auf das Abschneiden von Christoph Sauser sein. Der Berner Oberländer hatte vor der laufenden Saison angekündigt, er werde nach dem Rennen in Offenburg bekannt geben, ob er dem Cross-Country bis zu den Olympischen Sommerspielen von London treu bleibe oder ob er sich gegen Ende seiner Karriere auf die Marathondistanz konzentriere. Sauser landete beim Weltcup im Bundesland Baden-Württemberg nach diversen Materialproblemen im 13.Rang. Hinterher sagte der Weltmeister von 2008, dass er weiterhin auf die Karte Cross-Country setze. Er könne sich über die aktuelle Form nicht beklagen. Um sich noch weiter vorne einreihen zu können, müssten halt einmal alle Faktoren zusammenpassen. «So will ich mich nicht verabschieden», sagte der Sigriswiler. Er war flott unterwegs und jagte mit Maxime Marotte (Fr) dem Führungsduo nach. «Die Situation war für mich ideal.» Mit Jaroslav Kulhavy (Tsch) führte ein Teamkollege Sausers. «So konnte ich mich Maxime anhängen, ohne Führungsarbeit verrichten zu müssen.» Diese Taktik ging auf, bis Sauser einen platten Reifen einfing. Der Entscheid für das Cross-Country ist dem ehemaligen Branchenleader relativ leichtgefallen. «Die Form stimmt, und ich bin für den weiteren Saisonverlauf zuversichtlich.» Sauser will sich nun auf die Heim-WM in Champéry als Saisonhöhepunkt vorbereiten. Und in einem Jahr will er zum vierten Mal an Olympischen Spielen teilnehmen. Und was geschieht mit den Wechselplänen auf die Marathondistanz? «Marathon kann ich auch mit 37 Jahren noch fahren», erläutert er. Vom Rennfieber ist er weiterhin gefesselt. «Ich führe ein cooles Leben. Ich mag die Emotionen vor, während und nach den Rennen. Rücktrittsgedanken habe ich nach wie vor keine.» Zumindest aus Berner Sicht ist Sauser weiterhin die Nummer 1. Die Flückiger-Brüder aus dem Oberaargau kamen auch im dritten Weltcuprennen nicht am Berner Oberländer vorbei. Ebenfalls gar nicht nach Wunsch läuft es im bisherigen Saisonverlauf Florian Vogel und Ralph Näf. Der Aargauer und der Thurgauer kamen in Offenburg nicht über die Plätze 17 respektive 29 hinaus. Derweil feierte Julien Absalon seinen bereits 23.Weltcupsieg; in Offenburg hat er seit 2007 jedes Mal triumphiert. Der zweimalige Olympiasieger und vierfache Weltmeister distanzierte den ernsthaftesten Verfolger Jaroslav Kulhavy um knapp eine halbe Minute. Dadurch gelang es Absalon, den zweitplatzierten Tschechen als Leader im Gesamtweltcup abzulösen. Auch bei den Frauen ging der Tagessieg nach Frankreich. Im von Julie Bresset gewonnenen Rennen wird Katrin Leumann als Achte beste Schweizerin. Stephan Dietrich/siResultate Seite 22>

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