Co-Working gibts jetzt auch im Simmental

Zweisimmen

Das flexible Arbeitsmodell Co-Working erhält im Obersimmental einen neuen Standort. Architekt ­Sascha Schär und Bauingenieurin Regula Trachsel richten das Erdgeschoss ihres solaren Direktgewinnhauses in der Gewerbezone dafür ein.

Einer der Räume im Erdgeschoss an der Gewerbestrasse 4 in der Gewerbezone, die für Co-Working zur Verfügung stehen.<p class='credit'>(Bild: zvg)</p>

Einer der Räume im Erdgeschoss an der Gewerbestrasse 4 in der Gewerbezone, die für Co-Working zur Verfügung stehen.

(Bild: zvg)

Seit Anfang der Woche gibts einen neuen Standort im Oberland, an dem flexibles Arbeiten ausserhalb eines fixen Standortes (wie im Betrieb oder zu Hause) möglich wird. Co-Working nennt sich dieses Arbeitsmodell, das in gut eingerichteten Räumlich­keiten vonstattengeht. Der neue Standort befindet sich in Zweisimmen im solaren Direktgewinnhaus in der Gewerbestrasse 4.

Hier stellen die Besitzer des fünfstöckigen Gebäudes das ­Erdgeschoss all jenen Businessnomaden zur Verfügung, die es schätzen und es sich einrichten können, in solchen Spaces (so das Fachwort für Räume) ihren Job zu verrichten.

Mit eigenen Mitteln finanziert

Das kann im lockeren Austausch mit anderen Teilnehmern erfolgen. Oder mit den Inhabern der N11-Co-Working-Spaces. Das sind Sascha Schär (44), diplomierter Architekt FH, und Regula Trachsel (41), diplomierte Bauingenieurin FH. Schär ist Inhaber der N11 Architekten GmbH, Trachsel Inhaberin der N11 Bauingenieure.

Sie bestätigen: «Ja, es ist das erste Co-Working im Obersimmental in dieser Form und nach Verbandsliste, das wir auch mit eigenen Mitteln finanzieren.» Schär und Trachsel hatten zur Volkswirtschaft Berner Oberland, welche Co-Working in Spiez initiiert hat (siehe Kasten), keinen Kontakt.

«Region kann profitieren»

Ihr Geschäfts- und Wohnhaus hat das Unternehmerpaar bewusst so geplant, «dass wir das Erdgeschoss mit 85 Quadratmetern gerne für interessierte Personen aus Kultur- und Arbeitswelt zur Verfügung stellen können», sagt Schär. «Co-Working erschien uns als ideales Konzept dafür. Beim Co-Working geht es nicht nur um das Verhältnis Mieter und Vermieter. Es ist ein Angebot, von welchem die ­ganze Region profitieren kann.»

In ihrem konkreten Fall wollen Schär und Trachsel vor allem die Bergregion mit der Stadt näherbringen: «Durch Co-Working kann man ­direkt erleben, was es heisst, im Oberland zu arbeiten.» Dazu kommt: «Pendler müssen nicht unbedingt in die Stadt fahren und bekommen so die Möglichkeit, ein bis zwei Tage pro Woche zu Hause Mittag zu essen.»

Für Co-Worker sieht Schär auch den Vorteil, dass diese das kulinarische und kulturelle Angebot der Region nutzen können – oder einfach nur Sonnenstrahlen tanken...

Im ersten Stockwerk des Gebäudes befindet sich das Ingenieurbüro der N11 Bauingenieure GmbH und im zweiten Obergeschoss das Architekturbüro der N11 Architekten GmbH. «Im Dachgeschoss», so Schär, «ist unsere Wohnung.» Sascha Schär und Regula Trachsel sprechen mit Co-Working «all jene an, die dies können und wollen. So Personen, denen die Nebeldecke auf den Kopf fällt. Oder Leute, die einmal in der Woche nicht ins Unterland pendeln möchten. Oder Sportbegeisterte, welche die Arbeit mit dem Sportangebot im Oberland gut verbinden können.»

Die Preise für die Vermietung der Spaces schwanken nach Angebot von 220 bis 250 Franken pro Monat. «Für Firmen mit mehreren Mitarbeitern sind es bis zu 400 Franken», erklärt Schär. «Es gibt fixe und flexible Arbeitsplätze. Je nach Angebot beinhaltet dies gratis Kaffee/Tee und Wasser, gratis WLAN, Arbeitsplatz mit Schliessfach und gratis interessante Gespräche...»

Berner Zeitung

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