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Cooler Souverän

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben gestern cool und sachlich entschieden. Sie haben sich vom teilweise emotional aufgeheizten Abstimmungs- und Wahlkampf nicht beirren lassen. Die Waffen-Initiative war ein typischer Vorschlag aus der Weltverbesserungsecke: Gut gemeint, aber falsch konzipiert. Jedermann ist für eine Reduktion von Suizid durch Waffen, und gegen eine bessere Waffenkontrolle in der Schweiz ist nichts einzuwenden. Aber man muss die Richtigen kontrollieren und entwaffnen. Das sind (mit seltenen Ausnahmen) nicht Schweizer Soldaten und Schützen, sondern Kriminelle aus dem In- und Ausland. Das hat gestern das Stimmvolk zum Ausdruck gebracht – notabene viel deutlicher als erwartet. Auch bei der AKW-Abstimmung erwies sich der Berner Souverän besonnen. Es ging ja gar nicht um den Bau eines neuen Atomkraftwerks, sondern nur darum, sich diese Option nicht schon jetzt zu verbauen. Entschieden wird später, auch durch das Volk. Und dann wird man mehr wissen über die Leistungsfähigkeit der alternativen Energien, die mit aller Kraft weiterentwickelt werden sollen. Aber heute sind sie noch weit davon entfernt, die Kernenergie ablösen zu können. Das hat der Souverän souverän erkannt. Bei der Ersatzwahl in den Ständerat geht es darum, dass auch im «Stöckli» PolitikerInnen gefragt sind, die Klartext reden und gradlinig politiseren – Wischi-Waschi-Politik wird in diesem Rat schon genug betrieben. Im ersten Wahlgang haben die Bernerinnen und Berner ein deutliches Zeichen gesetzt, wen sie dafür am geeignetsten erachten. re.gygax@bom.chWeitere Kommentare auf den Seiten 5, 6, und 7.>

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