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Dählhölzli: Kein zusätzliches Gehege für Ursina und Berna

BärenparkBerns Bärennachwuchs soll umplatziert werden oder – als letztes Mittel – eingeschläfert, findet der Gemeinderat. Anders als FDP-Stadtrat Mario Imhof erachtet es die Regierung als unrealistisch, alle in Bern geborenen Bären in der Stadt zu behalten.

Bären, die in der Stadt Bern geboren worden sind, sollen auch als ausgewachsene Tiere in Bern leben. Das ist die Meinung von FDP-Stadtrat Mario Imhof. Er fordert den Gemeinderat auf, «dafür zu sorgen, dass im Tierpark Dählhölzli ein Zusatzgehege gebaut wird». Dorthin sollen die ersten Jungbären des Bärenparks, Ursina und Berna, umziehen, wenn sie von Mutter Björk verstossen werden. Kein Platz im Dählhölzli In seiner gestern veröffentlichten Antwort auf Imhofs Vorstoss erteilt der Gemeinderat dieser Idee eine Abfuhr. Wenn man davon ausgehe, dass sich die Berner Bären fortpflanzen dürften, «müsste für jeden Jahrgang junger Bären, welche die Stadt nicht anderswo platzieren könnte, ein neues Gehege gebaut werden», schreibt der Gemeinderat. Diese Forderung sei «unrealistisch». Zudem gebe es schlicht keinen Platz für zusätzliche Bärengehege im Dählhölzli. Dort wird bereits die neue Anlage für Mischa und Mascha gebaut – die Bären, welche die Stadt vom russischen Staatspräsidenten geschenkt erhielt. Der Gemeinderat beantragt dem Stadtrat, Imhofs Motion abzulehnen. Würde der Vorstoss angenommen, wären hohe Investitionskosten die Folge. Als letztes Mittel einschläfern Imhof kritisiert weiter, die Stadt habe es verpasst, vor der Geburt von Ursina und Berna ein «Bärenmanagement» festzulegen. Das müsse nun unbedingt nachgeholt werden. In dem Konzept müsse die Stadt festlegen, dass überzählige Tiere nicht getötet werden dürften. Auch in diesem Punkt relativiert der Gemeinderat. Die Stadt habe durchaus Richtlinien für die Haltung von Bären im Tierpark und im Bärenpark. Diese sehen vor, dass an beiden Orten je ein Paar fortpflanzungsfähiger Bären gehalten wird – also Mischa und Mascha im Dählhölzli, Finn und Björk im Bärenpark. Diese sollen so artgerecht wie möglich leben und sich fortpflanzen dürfen. Die Trennung des Bärenpaars oder gar chemische Empfängnisverhütung wären eine «inakzeptable und unnatürliche Beschneidung des Verhaltens von Wildtieren». Es sei darum letztlich artgerechter, das Einschläfern von nicht platzierbaren Jungtieren «als allerletzter Ausweg» möglich zu lassen. Angst um Ursina und Berna muss sich aber niemand machen. Zahlreiche Interessenten haben sich gemeldet, die den Jungbären ein neues Zuhause geben möchten (Ausgabe vom Dienstag). Auch für Tierparkdirektor Bernd Schildger ist die Umplatzierung die beste Lösung. Denn: «Wo sollten wir im Dählhölzli noch eine zusätzliche Bärenanlage bauen?» Mirjam Messerli>

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