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Das Badewasser wird wärmer

Die Solarheizung für das Burgdorfer Schwimmbad wird jetzt ersetzt – das erfuhr der Stadtrat gestern an seiner Sitzung.

Bereits zu Beginn der Badesaison 2008 klagten die Gäste des Burgdorfer Freibads über Hühnerhaut – das Wasser war ihnen zu kalt. Schuld daran war die Solarheizung auf dem Dach der benachbarten Markthalle, die nur noch in Teilen funktionierte. Unterdessen tut sie nicht einmal mehr das: Im Winter 2008/2009 zerstörte ein Unwetter die ramponierte Anlage endgültig. Das hatte zur Folge, dass sich auch im letzten Jahr das Badevergnügen in Grenzen hielt – vor allem zu Beginn und gegen Ende der Saison, als die Kraft der Sonne noch nicht voll entfaltet oder bereits am Erlahmen war. Für einen Sportanlass im Juni musste sogar ein mobiles Heizgerät eingesetzt werden, denn Sportschwimmer reagieren auf ungünstige Wassertemperaturen besonders sensibel. Mehr Sport als Plausch Die Frage nach einem Ersatz der defekten Solarheizung stellt sich nun umso drängender, als es sich bei der Burgdorfer Badi mehr um ein Sport- denn um ein Plauschbad handelt. Die BDP-Fraktion griff im Stadtrat das Problem auf und machte mit einer Interpellation Druck. Insbesondere wollten die Fragesteller wissen, ob auf die Saisoneröffnung 2010 mit einem Ersatz zu rechnen sei und welche Heiztechnik angewendet werden solle, «um gerade in den Übergangs- und Schlechtwetterzeiten der Bevölkerung eine gesundheitlich angemessene Wassertemperatur zu gewährleisten». Auch wies die BDP auf die Möglichkeit hin, für den Ersatz der Freibadheizung allenfalls mit der Hallenbad AG zusammenzuspannen. Voll auf die Sonne setzen An der gestrigen Stadtratssitzung gab Gemeinderat Peter Urech Antwort. Der Gemeinderat habe einen Kredit von 120000 Franken bewilligt, um die defekte Solaranlage zu ersetzen, sagte er. Die Baudirektion habe nun den Auftrag, die Anlage auf Beginn der neuen Saison zu installieren. Ob in den Übergangszeiten oder bei bewölktem Himmel genügend Heizkraft erzielt werden könne, werde sich weisen. Jedenfalls verzichte der Rat auf zusätzliche Installationen – aus ökonomischen und ökologischen Gründen. Festzuhalten sei, dass andere Schwimmbäder in der Umgebung gar keine Heizung hätten.Hans Herrmann>

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