Das erste Jahr als Aktiengesellschaft

Ganz leicht gesunkene Eintritte, ganz leicht gestiegene Ausgaben: Das Eissportzentrum Jungfrau lief auch als AG im gewohnten Rahmen.

Seit einem Jahr wird das Eissportzentrum Jungfrau in Matten als Aktiengesellschaft geführt.

Seit einem Jahr wird das Eissportzentrum Jungfrau in Matten als Aktiengesellschaft geführt.

(Bild: Bruno Petroni)

Elf Aktionäre, darunter acht Gemeindevertreter, liessen sich im Gemeindesaal Unterseen über das Geschäftsjahr 2018/2019 informieren. Es war das erste Geschäftsjahr nach der Umwandlung der Genossenschaft Eissportzentrum Bödeli in die Aktiengesellschaft Eissportzentrum Jungfrau. Die Betriebszahlen änderten sich dadurch nicht gross.

Der Betriebsertrag lag bei 343523 Franken, der Betriebsaufwand bei 524120 Franken. Im Vorjahr sind es 360615 Franken Ertrag und 503086 Franken Aufwand gewesen. Erhöht wurde der Betriebsbeitrag der Gemeinden, der jetzt 98200 Franken beträgt. Abgeschrieben wurden 43989 Franken. Es resultierte ein Verlust von 111250 Franken. «Dank des hohen Eigenkaptals ist das kein Problem», sagte Simon Ingold, im Vorstand zuständig für die Finanzen.

Der Investitionsbeitrag der Gemeinden ist in der Bilanz mit 119595 Franken ausgewiesen. Er wird geäuffnet, um das Eissportzentrum für die nächsten 20 Jahre fit zu machen. Eingezahlt wurden 176500 Franken, 56904 Franken wurden in die Anlage investiert. Die bereits realisierte Erneuerung der Beleuchtung mit LED statt Verdampferlampen wird das Investitionskonto der Gemeinden in der nächsten Rechnung belastet.

Der Verwaltungsrat hat im Februar 2019 ein Strategieseminar durchgeführt und sich «mit der Modernisiergung und Erneuerung der Infrastruktur beschäftigt», wie Präsident Roger Berthoud in seinem Jahresbericht ausführte. «Wir haben ein paar Schritte vorwärts gemacht», sagte er vor den Aktionären.

Etwas teurer für Nutzer

Ein Schritt, der im Lauf des abgelaufenen Geschäftsjahrs viel zu diskutieren gab, waren die Preiserhöhungen. «Man muss sich finden, und es soll nicht wie in früheren Jahren Clubs gegen Eissportzentrum gestritten werden», sagte er Präsident. Das Budget 2019/2020 zeigt es aber: Von den Eishockey-Clubs wird ein höherer Beitrag erwartet. In der aktuellen Rechnung wurden 161017 Franken in der Position «Eishalle» ausgewiesen, im Budget werden 200000 Franken erwartet.

Sonst ist bei den Einnahmen nicht viel verändert worden. Leicht mehr soll für den Eislauf und die Bandenwerbung eingenommen werden, etwas weniger beim Curling. Auch auf der Aufwandseite wurde wenig geschraubt: Die Personalkosten betragen 290000 Franken. Stolze 120000 Franken wird für Energie ausgegeben; Strom, Gas und Öl sind die Energieträger.

Roger Berthoud freute sich, dass die Verhandlungen mit dem Schwingklub erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Für das Bistro in der Curlinghalle wurde eine Lösung mit Urs Frey gefunden. Ein Verpflegungsgesamtkonzept ist laut Berthoud eher schwierig, da zum Beispiel der SCUI selber wirtet und die erzielten Einnahmen für ihn wichtig sind. Auf schriftlichem Weg hat sich der Vorstand die Zustimmung für eine Statutenänderung geben lassen. Eine Dividenzahlung wird ausgeschlossen, so dass Beiträge aus dem Sportfonds möglich werden.

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