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Das Notdach ist weg

LorraineDer Wiederaufbau des Schulhauses, das im Herbst 2009 brannte, kommt gut voran. Die Arbeiten kosten weniger als geplant und sollen Mitte Mai fertig sein.

«Das neue Glasoberlicht bringt dem Raum enorm viel.» Markus Kindler, Projektleiter der Stadtbauten Bern (Stabe), freut sich über den neuen Mehrzweckraum im Volksschulhaus Lorraine. Darin sollen künftig Anlässe mit bis zu 50 Personen stattfinden, etwa Elternabende oder Aufführungen. Früher gingen die Schulkinder hier in den Werkunterricht – bis am 27.November 2009 ein Defekt an den elektrischen Installationen zu einem Brand führte. Feuer und Löschwasser zerstörten den Werkraum im Dachstock und beschädigten den Medienraum und das Physikzimmer einen Stock tiefer. Der Schulbetrieb ruhte aber nicht: Am Freitag brannte es, am Montag ging der Unterricht weiter. Normaler Instanzenweg Nach ersten Sofort- und Sicherungsmassnahmen durchlief die Planung für den Wiederaufbau die üblichen Instanzen. Letzten September begannen die Bauarbeiten. Gestern nun demontierten Bauarbeiter mit einem Pneukran das Notdach vom Gerüst. Beides war nach dem Brand aufgebaut worden. Stabe und Vertreter des von ihnen engagierten Architekturbüros nahmen dies zum Anlass, Medienschaffende durch das Schulhaus zu führen und über den Stand des Wiederaufbaus zu informieren. Nebenbei Fassade saniert Vom bewilligten Kredit von 4 Millionen Franken werden voraussichtlich 3,5 Millionen beansprucht. Einen Teil davon wird die Gebäudeversicherung übernehmen. Mitte Mai sollen die Bauarbeiten abgeschlossen werden. Sie waren in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege geplant worden. Diese stuft das 1880 erbaute Haus als schützenswert ein. Das Baugerüst wurde genutzt, um die ohnehin anstehende Sanierung der Sandsteinfassade auszuführen. Ansonsten beschränkten sich die Arbeiten auf die Wiederherstellung der alten Räumlichkeiten. Der Wiederaufbau ist aber bereits auf die Gesamtsanierung abgestimmt, die für 2014 geplant ist. «Gesamtsanierung überfällig» Eine umfassende Sanierung ist schon länger ein Thema und wird von der Lehrerschaft sehnlichst herbeigewünscht. Laut Andreas Kohler, ehemaliger Schulleiter und heute von Lehrerseite zuständig für bauliche Fragen, ist diese «an allen Ecken und Enden überfällig». Er bestätigt die Aussage von Markus Kindler, wonach Schul- und Baubetrieb während des ganzen Wiederaufbaus gut aneinander vorbeigekommen seien. Trotz aller Rücksichtnahme haben sich aber Lärm und Dreck nicht verhindern lassen. Christoph Hämmann;Bilder von der Demontierung des Notdaches www.lorraine.bernerzeitung.ch>

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