Das RKZ blickt auf ein positives Jahr zurück

Spiez

Die Rechnung des Regionalen Kompetenzzentrums für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ist besser als budgetiert.

Beim RKZ lief es im Jahr 2018 finanziell gut.

Beim RKZ lief es im Jahr 2018 finanziell gut.

(Bild: Samuel Schalch / Tages-Anzeiger)

Seit einem Jahr wird die Rechnung des Regionalen Kompetenzzentrums für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (RKZ) nach HRM2 geführt. Ebenso lange ist die Amtszeit des Präsidenten Daniel Capelli. Er erklärte zum Einstieg in die Abgeordnetenversammlung den 13 Delegierten mit 127 von insgesamt 129 Stimmen, dass nun die Berichterstattung Teil der Jahresrechnung sei, welche zudem viel detaillierter dargestellt werden müsse.

Nettoausgaben, die durch die Verbandsgemeinden zu tragen sind, belaufen sich auf 437243 Franken. Der Totalaufwand von 1,173 Millionen Franken ist um 17295 Franken tiefer als budgetiert, zudem sind Minderausgaben von 126763 Franken oder 22,5 Prozent gegenüber dem Budget verzeichnet worden. Gründe dafür seien die guten Teilnehmerzahlen bei Kursen und Trainings von Dritten wie Feuerwehr, Polizei, Grenzwachkorps, erläuterte Betriebsleiter Hanspeter Ruch die Zahlen.

Mit qualifiziertem Personal

Im Budget 2020 wird mit einem Aufwand von 1,19 Millionen Franken gerechnet. Die Gemeindebeiträge belaufen sich auf 579496 Franken. Rund 10000 Franken mehr als 2019 wird im Personalaufwand eingerechnet. «Wegen Pensionierung wird es beim Materialverwalter einen Stellenwechsel geben, das verursacht Mehrkosten. Zudem wollen wir in die Weiterbildung unseres Personals investieren, denn nur mit qualifiziertem Personal bleiben unsere Kurse weiterhin gefragt und werden gebucht», erklärte der Präsident.

Mehr Belegung durch Dritte

Gedanken machen sich die Verantwortlichen über den kontinuierlichen Rückgang der Rekrutierungszahlen beim Zivilschutz. «Das ist ein nationales Problem», bestätigte der Vorsteher des Amtes für Bevölkerungsschutz, Sport und Militär des Kantons Bern, Hans-Peter von Flüh, als Gast der Delegiertenversammlung. «Mit der Revision des Bundesgesetzes per 2021 werden die Bestände beim Zivilschutz zudem auf einen Schlag um ein Drittel reduziert», ergänzte er. Dadurch werden auch die Teilnehmerzahlen bei Zivilschutzkursen im RKZ sinken. Vorstand und Zentrumsleitung setzen deshalb aktuell und in Zukunft vermehrt auf Belegung durch Dritte.

Regierungsstatthalterin Ariane Notaris bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Sie gab zu bedenken, dass es bei der Anpassung des Anhangs 1 im OgR, die Liste der Verbandsgemeinden und Kostenteiler betreffend, wichtig sei, festzulegen, wer für Änderungen zuständig sei. Der Vorstand werde dies übernehmen, erhielt sie zur Antwort.

Im nächsten Jahr müssen Sanierungen in Lattigen vorgenommen werden. Es braucht eine neue Eingangstür im Erdgeschoss sowie drei Ein- und Ausgangstüren im OG. Voraussetzung sind für diese Art Gebäude Panikschlösser. Mit diesen Massnahmen sollen Heizkosten gesenkt und eine Verbesserung des Schutzes gegen das Eindringen von Unbefugten erreicht werden. Verwaltungsbericht, Rechnung, Budget, alle von Hanspeter Ruch geführt, wurden einstimmig abgesegnet ebenso die Entlastung der Organe des Gemeindeverbandes.

Berner Oberländer

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