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Das Strassenverkehrsamt sagt «nein»

Das Gesuch zweier Frauen aus Schwefelbergbad, die Fahrprüfung in Freiburg abzulegen, wurde definitiv abgeschmettert.

Für eine Fahrstunde sind Renée Schütze und Marina Kaliev aus Schwefelbergbad fast den ganzen Tag unterwegs. Jedenfalls wenn sie die Lernfahrt – wie vom Strassenverkehrsamt verlangt – in Thun, Belp oder Bern absolvieren. Auch wenn sie mit dem ersten Postauto um 9.24 Uhr losfahren, sind sie im besten Fall erst um 16.17 Uhr zurück. Insgesamt fahren vom und zum Schwefelbergbad pro Tag vier Postautos. Wegen der schlechten Verbindungen gelangten die beiden Frauen deshalb ans Strassenverkehrsamt Bern. Kanton entscheidet Die beiden Angestellten des Hotels Schwefelbergbad wollen Fahrstunden und Prüfung im nähergelegenen Kanton Freiburg zu absolvieren (wir berichteten). Nun hat das Strassenverkehrsamt ihr Gesuch erneut überprüft und definitiv abgelehnt. Gemäss kantonalem Gesetz müssten die Frauen im Kanton Freiburg zumindest Wochenaufenthalterinnen sein, damit ihrem Gesuch entsprochen würde. «Nicht unzumutbar» Das Strassenverkehrsamt begründet die Ablehnung des Gesuchs unter anderem damit, dass man nicht von Unzumutbarkeit reden könne. Dies vor allem, wenn man mit «wesentlich abgelegeneren Regionen» wie dem Saanenland oder Haslital vergleiche. Das Amt rechnete die Distanzen mit einem Online-Routenplaner und kam auf folgende Fahrzeiten: 40 Minuten nach Bern, 32 Minuten nach Thun und 28 Minuten nach Freiburg. Diese Zeiten gelten allerdings für die Fahrt mit dem Auto. Weil die Frauen aber noch keinen Fahrausweis haben, bräuchten sie für diese kurzen Reisen einen Chauffeur. Für den Fall, dass sie den öffentlichen Verkehr benützen steht im kryptischen Schreiben des Amtes: «Je nach Wahl der Abfahrtszeit kann erheblich Zeit eingespart werden.» Fazit: Renée Schütze und Marina Kaliev werden in Plaffeien ein Zimmer mieten und die Fahrprüfung in Freiburg ablegen. Laura Fehlmann>

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