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Das war vorauszusehen

Ausgabe vom 3.Juli 2010 «Interlaken schnappt Thun das Swiss Economic Forum weg» Es kommt, wie es kommen muss: Das im Bau befindliche Kongresszentrum KKThun ist schon heute ein «Scherbenhaufen». Der Entscheid der Organisatoren des Swiss Economic Forum (SEF), ihren Anlass in Zukunft in Interlaken durchzuführen, erstaunt mich nicht. Es war doch klar, dass es schwierig werden wird, den durch den Umbau des Thuner Schadausaal bedingten angeblich «vorübergehenden» Wegzug des Forums nach Interlaken rückgängig zu machen. Da nützt jetzt auch das Gejammer des Stadtpräsidenten nichts, man hätte nicht einmal die Chance erhalten, zu beweisen, dass es der neue Saal in Thun mit dem in Interlaken aufnehmen kann. Was mich vielmehr erschreckt, ist, dass die Organisatoren des SEF weiter mitteilen, dass sie die Stadt Thun davor gewarnt hätten, den Ausbau des Schadausaals mit dem Wirtschaftsforum zu begründen. Dies eben ist aber passiert. Bei der Abstimmung über den 19-Millionen-Kredit für den Bau eines Kongresszentrums im Jahr 2007 war allen klar, dass das SEF in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen muss. Ich komme zum Schluss, dass die Thunerinnen und Thuner wieder einmal mehr vom Gemeinderat, vor allem vom Stadtpräsidenten hintergangen wurden. Warum hat man sich nicht vorher mit einem Vertrag mit dem SEF abgesichert? Es geht immerhin um eine Summe von 24 Millionen Franken (heute) und das ist sicher noch nicht das Ende. Man kann im Zusammenhang mit dem im Bau befindlichen Kongresszentrum schon heute von einer Fehlplanung sprechen. Warum war es nicht möglich, den bestehenden 700-plätzigen Saal mit den neuen 500 Plätzen zu verbinden. Dann wäre man auch in einer echten Konkurrenz zum Kursaal Interlaken (1250 Plätze) gestanden. Nun haben wir den Scherbenhaufen: das SEF in Interlaken, der im Endausbau befindliche Saalneubau hat eine ungewisse Zukunft. Ich habe Bedauern mit den zukünftigen Betreibern, mit denen die Stadt Thun einen Nutzungsvertrag abgeschlossen hat und ihnen damit einen grossen Teil der Verantwortung abgetreten hat. Wenn das nur gutkommt! Leider werden, wenn es ums «Abrechnen» geht, die wichtigsten Mitverursacher dieser Geschichte nicht mehr in «Amt und Würden» sein.Heinz AnlikerAlt-Stadtrat (SP), Thun >

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