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Der Absturz

Von München Richtung Marseille wollten hohe amerikanische Generäle und ihre Familien fliegen. Der Gauligletscher stoppte die Reise abrupt.

Am 19. November 1946 startet ein Flugzeug vom Typ Dakota DC-3 von München Richtung Marseille. Neben den vier Besatzungsmitgliedern, hohen amerikanischen Generälen und deren Gattinnen ist auch die elfjährige Alice McMahon mit an Bord. Wegen schlechten Wetterbedingungen entschliesst sich Flugkapitän Ralph Tate, die Alpen zu überfliegen. Die Flughöhe beträgt 3300 Meter über Meer, im Blindflug passiert die Dakota die ersten Gebirgszüge. Doch die Maschine stürzt auf dem Gauligletscher bei der Ostflanke des Berglistocks und des Rosenhorns ab. Alle Passagiere überleben wie ein Wunder. Die Alliierten suchen intensiv nach dem Flugzeug, durch einen aufgefangenen Funkspruch in Meiringen kann die Absturzstelle lokalisiert werden. Darauf folgt eine Invasion von amerikanischem Militär in Meiringen, und über 150 Journalisten aus aller Welt strömen ins Oberhasli, um über den Absturz zu berichten. Flugzeuge statt Panzer Die Weltmacht USA will auf ungewöhnliche Weise zu den Abgestürzten vordringen. Sie verladen in Italien Panzerfahrzeuge auf den Zug, um mit diesen anschliessend auf den Gletscher zu fahren. Nachdem die Amerikaner mit abgeworfenen Hilfspaketen beinahe die Überlebenden erschlagen hätten, verhängte die Schweizer Regierung ein Flugverbot für die Alliierten. In der Schweiz werden Freiwillige für einen Rettungstrupp rekrutiert. Vom Hotel Rosenlaui aus brechen bei widrigen Wetterbedingungen einheimische Bergführer und andere Helfer auf. Sie erreichen nach 15 Stunden die abgestürzte Maschine mit den Überlebenden. Damit nicht genug. Zwei Schweizer Piloten landen mit zwei Kleinflugzeugen vom Typ Fieseler Storch mit Kufen auf dem Gletscher und bringen die Überlebenden ins Tal. Die Begeisterung in der Weltpresse ist gross. Diese bis dato einmalige Hochgebirgsrettung führt 1952 zur Gründung der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega. flg>

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