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Der Aufschwung hält an

schwingenEinen nie da gewesenen Mitgliederzuwachs, vor allem bei den Jungen, erlebt der Oberländische Schwingerverband. Doch die Popularität des traditionellen Sports birgt auch Gefahren.

In der Mehrzweckhalle in St.Stephan konnte der Präsident des Oberländischen Schwingerverbandes Ueli Stoller aus Reichenbach 226 Stimmberechtigte zur diesjährigen Delegiertenversammlung begrüssen. Erstmals in der über hundertjährigen Geschichte des Verbandes wurde in diesem Jahr die Viertausendergrenze beim Mitgliederbestand überschritten. Nach 295 Neueintritten zählt der Verband nun 4077 Mitglieder im Oberland. Auch bei den Aktivschwingern hat sich ein leichter Zuwachs auf 135 Schwinger ergeben. Durch die Popularität von Schwingerkönig Kilian Wenger hat sich das Schwingen vor allem bei den Jungschwingern zu einer echten Trendsportart entwickelt. Mit 232 versicherten Jungschwingern, was einem Zuwachs von 56 Jungen entspricht, erlebt der Oberländische Schwingerverband einen noch nie gesehenen Aufschwung. Nicht zuletzt wegen des Unspunnen Schwinget und des glanzvollen Oberländischen Schwingfests in Reichenbach konnte der Kassier eine überaus erfreuliche Rechnung präsentieren. Erfolgreiche AktivschwingerMit 69 herausgeschwungenen Kränzen dürfen die Aktivschwinger auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken. Besonders dürfen hier die drei Kranzfestsiege hervorgehoben werden. Matthias Glarner klassierte sich am Oberaargauischen im Rang 1b. Seinen ersten Kranzfestsieg feierte Simon Anderegg mit dem Sieg am Schwarzsee Schwinget. Im reinen Oberländer Schlussgang siegte der Schwingerkönig Kilian Wenger am Berner «Kantonalen» in Oberdiessbach gegen seinen Trainingskollegen Matthias Glarner und konnte damit einen weiteren grossen Erfolg in seiner noch jungen Karriere feiern. Bei 27 Einsätzen erkämpften sich die Jungschwinger nicht weniger als 396 Zweige. Zwei neue EhrenmitgliederFür ihre aufopfernde Arbeit in den verschiedensten Chargen wurde Christian Kropf jun. aus Steffisburg und Fritz Schneider aus Reichenbach die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Präsident Ueli Stoller machte auf gewisse Gefahren aufmerksam, die sich in letzter Zeit im Schwingen eingenistet hätten. Durch das riesige Medieninteresse ist das Schwingen innert kürzester Zeit zu einer echten Trendsportart herangewachsen. Der plötzliche Rücktritt des Obmannes des Eidgenössischen Schwingerverbandes, Ernst Schläpfer, hat aufgezeigt, dass der rasche Umbruch, den das Schwingen in letzter Zeit erlebte, mit Gefahren verbunden ist. Laut Stoller seien Sponsoring, Werbeverträge und Management im Schwingen eher negativ zu bewerten. Manchmal entstehe fast der Eindruck, dass durch die modernen Strömungen das Schwingen fast zur Nebensache geworden sei. Wenn über Jahrzehnte erhaltene Grundwerte des Schwingens durch äussere Einflüsse gebremst werden sollten, besteht die Gefahr, dass der Aufschwung im Schwingen abrupt gestoppt werden könnte. Werner Frattini>

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