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Der Berg als ein Hort der Freiheit

WengenThomas Bieger stellte die Jungfrau in den Mittelpunkt seiner 1.-August-Rede zum Thema «Die

«Es ist ein besonderes Gefühl, einen 1.August unter der Jungfrau feiern zu dürfen», sagte Thomas Bieger, Mitglied des Patronatskomitees Verein «Jungfrau 4000 plus» in seiner Ansprache in Wengen – auch in Englisch. Der Rektor und Ordinarius der Uni St.Gallen nannte drei Dinge, die ihm an der Symbolkraft der Jungfrau und an den zwei Pioniertaten Erstbesteigung und Jungfraubahn typisch für die Schweiz scheinen: die Bedeutung der Berge für die Schweiz, dass solche Pioniertaten dank geschicktem Zusammenwirken von Persönlichkeiten und Ressourcen aus dem Unterland mit solchen aus den alpinen Regionen möglich waren und dass mutige Visionen Werte für Generationen schaffen. «Mehr als ein Mythos» Der VR-Präsident der Jungfraubahn Holding AG sieht den Berg als Hort der Freiheit: «Die Freiheit der Berge ist mehr als ein Mythos.» Berge befreiten die Seele und den Geist – Gründe, die schon Aufklärer wie Rousseau und Goethe in die Berge lockten. Die Schweizer Alpen seien dank Freiheitsliebe besiedelt geblieben. «Damit das Leben in Freiheit in den Bergen möglich war, brauchte es Tugenden, die heute noch als Schweizer Werte gelten», betonte Thomas Bieger. Das Zusammenwirken zwischen Pionieren aus Berg und Tal sei typisch schweizerisch und habe den Erfolg gebracht, so bei der Erstbesteigung der Jungfrau und beim Bau der Jungfraubahn. Nicht zuletzt bei Abstimmungen und Wahlen sorgten die Stimmen der Bergregionen dafür, dass extreme, zu rasche Entwicklungen etwas gebremst würden. «Aber auch die Bergregionen müssen sich den Neuerungen anpassen», mahnte Bieger – sie dürften Entwicklungen nicht durch Eigeninteressen Einzelner blockieren. Grosse Wechselfälle «Visionen schaffen Wert für Generationen, sind aber nur dank Solidarität möglich. Sie bedingen Solidarität mit der Zukunft», erklärte Thomas Bieger zur erfolgreichen Schweiz dank Pionierleistungen wie Forschungszentrum Cern, längste Tunnels und Universitäten von Weltruhm. Mit dem Bau der Gotthardbahn hätten Säumer ihre Existenz verloren – damit die nächste Generation ein Auskommen in der Region habe. Die letzten 100 Jahre seien für alle Unternehmen mit grossen Wechselfällen gekennzeichnet gewesen. Die Jungfraubahn habe kurz nach ihrer Betriebsaufnahme eine Stundung ihrer ausstehenden Obligationen beantragen müssen, etwas, das heute von ganzen Staaten erforderlich sei. Später sei das Pfund Sterling ins Bodenlose gesunken. «Was passiert mit Griechenland und den USA?», fragte Thomas Bieger – und wünschte den Bewohnern und Gästen viel Kraft aus den Bergen, um auf traditionelle Werte der Schweiz aufzubauen. Mit Apéro gestartet Die Bundesfeier hatte am Mittag mit einem reichhaltigen Apéro des Hoteliervereins und Musik des Trios Lauberhorn auf dem Festplatz Wengiboden begonnen. Am Nachmittag scharte die «Alte Aare Seeland» (acht Alphornbläser, ein Fahnenschwinger, zwei Jodlerinnen, ein Handörgeler) viele Zuschauer um sich. Am Abend prägten Lampionumzug, Trychler, Musikgesellschaft, «Alte Aare Seeland», Ansprache und ein 15-minütiges Feuerwerk die Festivitäten. Ferdinand Waespe >

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