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Der FC Thun ist bereit für weitere Reisen

FussballThun steckt in der Vorbereitung auf das Rückspiel gegen Palermo in der Europa-League-Qualifikation. Saif Ghezal wartet nach der Unterschrift beim FC Thun auf die Freigabe.

Anders als für einen grossen Teil der Bevölkerung in der Schweiz war der Nationalfeiertag für die Spieler des FC Thun nicht arbeitsfrei. Sie trafen sich nach dem Auswärtsspiel in Luzern (0:0) vom Samstag am 1.August in der Arena zum Auslaufen. Gestern nun hat die Vorbereitung auf das Rückspiel in der dritten Qualifikationsrunde für die Europa League gegen Palermo begonnen. Nach dem 2:2 im Hinspiel auf Sizilien letzte Woche benötigen die Thuner am Donnerstag ein 0:0, ein 1:1 oder einen Sieg zum Weiterkommen. Bei einer Niederlage sind sie ausgeschieden. Steht es nach 90 Minuten erneut 2:2, geht das Spiel in die Verlängerung oder sogar ins Penaltyschiessen. «Wir wollen unsere gute Ausgangslage nutzen und in die nächste Runde einziehen», sagt Marc Schneider. Der Thuner Linksverteidiger erzielte in Palermo mit einem präzisen Flachschuss die zwischenzeitliche Führung zum 2:1. Allerdings geben sich auch die Italiener selbstbewusst: «Wir besitzen alle Qualitäten, um in Thun zu gewinnen und das Blatt zu wenden», sagt Palermos Torhüter Francesco Benussi. Die Sizilianer treffen heute Mittag auf dem Flughafen Bern-Belp ein. Um 18 Uhr wollen sie sich mit einem Training in der Arena Thun an den für sie ungewohnten Kunstrasen anpassen. Damit die Umstellung vom Naturrasen nicht ganz so schwerfällt, suchten Palermos Verantwortliche in der Heimat nach einer Unterlage, die ungefähr jener in Thun entspricht. Fündig wurden sie in einem Sportzentrum an der Peripherie der Stadt. Thuns Sportchef Andres Gerber sagt: «Ob das Terrain ein Vorteil für uns ist, werden wir sehen. Ein Nachteil ist es sicher nicht.» Mit Ghezal mehr Alternativen Gerber möchte in diesen Tagen den Zuzug von Innenverteidiger Saif Ghezal bekannt geben. Der Tunesier bestand am Wochenende die medizinischen Tests und unterschrieb einen Zweijahresvertrag. «Fest steht Ghezals Wechsel zu uns aber erst, wenn die Freigabe seines bisherigen Klubs Étoile Sportive du Sahel eingetroffen ist und alle Formalitäten erledigt sind», sagt Gerber. Ghezals Vertrag, der seinen damaligen Klub YB im Winter 2009 überhastet verlassen hatte und nach einem Abstecher zu Al-Ahly in Saudiarabien zu seinem Stammklub zurückkehrte, wäre noch ein Jahr gültig gewesen. «Wegen seiner Verdienste für den Verein sagte Étoile jedoch zu, ihn ziehen zu lassen», sagt Gerber. Die Verpflichtung Ghezals ist laut dem Sportchef nicht als Misstrauensvotum gegen die beiden Innenverteidiger Stipe Matic und Nicolas Schindelholz zu verstehen. «Beide erledigen ihre Aufgaben zufriedenstellend. Aber wir wollen auch auf dieser Position über Alternativen verfügen.» Italienische Zeitungen brachten zuletzt Thuns Dario Lezcano mit Palermo in Verbindung. «Mit uns hat niemand über Lezcano gesprochen», sagt jedoch Gerber. Alexander Wäfler>

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