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Der Kampf führt über mehr Kontrollen

«Das ist unfassbar und pietätlos.» So kommentiert der Spiezer Polizeiinspektor Renato Heiniger die jüngsten Vandalenakte bei der Dorfkirche (siehe Haupttext). Es ist nicht das erste Mal, dass im Umfeld des Gotteshauses sinnlos gewütet wird: 2008 wurden binnen dreier Monate Kunstglasscheiben an der Aufbahrungshalle mit Steinen eingeworfen. Schaden: rund 6000 Franken. Der aktuelle Zerstörungsakt bei der Dorfkirche stellt für Heiniger eine Situation dar, wie es sie in Spiez so noch nie gegeben habe – «auch von der Höhe der Schadensumme her». Der Vandalismus ist ein Thema, mit dem sich der Polizeiinspektor schon lange herumschlagen muss. Und gegen das die Gemeinde zusehends mehr tut. Seit Anfang Jahr wird nebst dem Grundauftrag, den die Kantonspolizei gemäss Leistungsvertrag wahrnimmt, in zusätzliche Kontrollen in der Höhe von 28000 Franken investiert. 2008 waren es noch 18000 Franken gewesen, die für die Patrouillen einer privaten Sicherheitsfirma aufgewendet worden sind. Damals war einzig während der Sommermonate in der Bucht und im Dorf kontrolliert worden. «Heute geschieht das ganzjährig», sagt Heiniger. Die Kontrollen hätten leider sukzessive ausgebaut werden müssen. «Die Politik hat erkannt, dass dafür höhere Investitionen nötig sind.» Die Gemeinde tut das allerdings nicht im Alleingang. Der Verein Bucht Spiez und der Mühlemattleist steuern 3000 an die 28000 Franken bei. Eine Strategie, die für den Polizeiinspektor aufgeht: «Je mehr Kostenträger wir haben, desto mehr koordinierte Kontrollen können vorgenommen werden und umso grösser ist der Nutzen für alle. Die Situation mit dem Vandalismus hat sich in Spiez beruhigt und leicht verbessert.» Jeder Akt von Zerstörung, der die Gemeinde betrifft, wird von dieser konsequent angezeigt – auch Bagatellen. Das tut sie, damit gefasste Vandalen zur Rechenschaft gezogen werden können. Renato Heiniger hofft auch auf die Hilfe der Bevölkerung. «Hin- statt wegschauen, die Nummer 117 wählen und weiter beobachten», lautet sein Aufruf.jss>

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