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Der Millionen-Neubau der Calag nimmt Gestalt an

LangenthalDer 17-Millionen-Neubau der Calag Carrosserie Langenthal AG (Calag) hat ein wichtiges Etappenziel erreicht: Gestern konnte im Wolfhusenfeld die Aufrichte gefeiert werden.

Kurt Späti (53) war gut gelaunt, als er gestern zur Aufrichte lud. Dem Calag-Geschäftsführer vermochten auch die dunklen Wolken nichts anzuhaben, die drohend über dem heiteren Anlass schwebten. Denn ein Richtfest bedeutet, dass der Rohbau fertig ist und der Dachstuhl «aufgerichtet» ist. Die weit über hundert Gäste, darunter viele beteiligte Bauarbeiter, hätten also so oder so nicht im Regen gestanden. Kurz vor Halbzeit Seit dem Spatenstich am 3.September des letzten Jahres ist viel passiert: Bagger und Lastwagen sind aufgefahren, um 20000 Kubikmeter Erde abzutransportieren. Die Bauarbeiter haben 3000 Kubikmeter Beton zu Bodenplatten, Decken und Wänden verarbeitet. Und die Stahlbauer haben 500 Tonnen Stahlelemente montiert. «Wir sind auf Kurs», lobte Calag-Verwaltungsratspräsident Adrian Aebi (Herzogenbuchsee). Dennoch sei noch nicht einmal die Halbzeit erreicht. Teilweise schlechter Baugrund Auch Calag-Chef Kurt Späti sagte gestern an der Aufrichte, man sei noch im Zeitplan. Und das trotz einiger unvorhergesehener Schwierigkeiten. So seien die Bagger beim Aushub wider Erwarten mehrheitlich auf Schlamm gestossen statt Kies. Dieser instabile Baugrund dürfte laut Späti zu einer leichten Verteuerung führen. Dennoch ist er überzeugt, die Kosten «im Griff» zu haben. Aber auch eine allfällige geringe Kostenüberschreitung – das Neubauprojekt war ursprünglich mit 17,2 Millionen Franken veranschlagt – könnte die Calag wohl verkraften. Denn ihr Geschäft läuft wie geschmiert. Die Auftragsbücher sind bis Ende Jahr voll, und auch der Reparaturbereich ist bestens ausgelastet. Und so soll der Calag-Neubau Ende Jahr aussehen: Zwei Werkhallen bilden einen L-förmiges Gebäude. Die Nutzfläche beträgt insgesamt über 12600 Quadratmeter (entspricht beinahe zwei Fussballfeldern). Den Zugang zum Grossbau stellen nicht weniger als 30 Tore sicher. Dies laut Gerold Dietrich (Lotzwil), dem federführenden Architekten, deshalb, damit es in den Hallen zu keinen «Verkehrsproblemen» kommt. Bis Ende Jahr umgezogen Bis der Neubau fertig ist, müssen die Bauarbeiter allerdings noch tüchtig in die Hände spucken. Derzeit sind täglich rund 40 im Einsatz, in den nächsten Wochen werden es aber immer mehr. Im Herbst sind dann bis 80 Leute auf dem Bauplatz beschäftigt. Denn Calag-Chef Kurt Späti hält am ursprünglichen Zeitplan fest: «Ende Jahr wollen wir im Neubau arbeiten.» Der Umzug vom alten Standort an der Aarwangenstrasse ins Wolfhusenfeld soll in Etappen geschehen. So kann die Calag ihren Betrieb aufrechterhalten. «Das ist eine grosse Herausforderung», sagte Späti gestern. «Aber der stellen wir uns gerne.» Stefan Aerni>

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