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Der neue Mister kann sogar Noten lesen

Jan Bühlmann aus Luzern ist neuer Mister Schweiz. Er siegte in einer professionell inszenierten Show. Die Berner scheiterten knapp.

Jurymitglied Seven konnte sich einen Seitenhieb vor der Wahl nicht verkneifen: «Wenn er lesen und schreiben könnte, wäre das nicht schlecht», nannte der Soulsänger seine Kriterien für den neuen Mister Schweiz. Er spielte damit auf die Leseschwäche des Titelträgers 2009 an, André Reithebuch, der vor allem mit eklatanten Bildungslücken aufgefallen war. Doch Seven relativierte sofort: «Seien wir ehrlich, es geht hier um einen Schönheitswettbewerb.» Um noch ehrlicher zu sein: An der Mister-Schweiz-Wahl geht es um Geld, Unterhaltung und um die Kür neuer Prominenter. Mit Jan Bühlmann aus Luzern hat die Schweiz nach zwei Jahren des personifizierten Durchschnitts (Reithebuch, Weiler) nun endlich wieder einen etwas profilierteren Typen als Mister. Bühlmann ist kreativ – er spielt Klavier, komponiert, hat eine Gesangsausbildung und will Schauspiel studieren. Frauen gefallen ihm am besten blond und mit Sommersprossen. Er macht Kung-Fu, fährt Skateboard und Snowboard. Und er ist kein Saubermann: Der 22-Jährige nimmt auch ab und zu mal einen Drink. Am liebsten mag er Mojitos. Bühlmann siegte in einer Show, die so professionell aufgezogen war wie noch nie. Die kostspielige Inszenierung unterstreicht, dass die Mister gegenüber dem etablierten Miss-Wettbewerb aufholen – sowohl bei den Zuschauerzahlen als auch beim Salär. Die immer höheren Verdienstmöglichkeiten (Reithebuch machte 450000 Franken) locken anscheinend immer schönere und schlauere Kandidaten an. Und diese betreiben zunehmenden Aufwand, um gewählt zu werden. Dem Emmentaler Rafael Beutl haben seine Plakate allerdings nichts genützt: Er wurde Dritter. Goran Cvetkov aus Zollikofen kam auf den vierten Rang. Stefan Zahnd flog im zweiten Durchgang raus, und Sandro Sabatini schaffte es trotz lustigem Porträtvideo und lauten Fans im Saal nicht mal ins Finale. sap>

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