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Der Regierungsrat setzt fast die ganze Spitze ab

Der Regierungsrat greift plötzlich hart durch: Er

Seitdem der Direktor im Februar 2009 fristlos entlassen worden war, war und ist das Spitalzentrum Biel immer wieder negativ in den Schlagzeilen. Nun hat sich der Regierungsrat offenbar entschieden, Tabula rasa zu machen: Er beschloss an seiner gestrigen Sitzung, fast den ganzen Verwaltungsrat (VR) auf Ende 2010, wenn die laufende Amtsdauer endet, «abzulösen». Das betrifft die Präsidentin Irène Truffer sowie die VR-Mitglieder Andreas Sutter, Michel Vogt und Christoph Andreas Zenger. Sie werden «mit Dank für das Geleistete» ersetzt. Die VR-Mitglieder Daniel Borer und Philippe Paroz will die Regierung wieder wählen, falls sie sich zur Verfügung stellen. Die Vertrauenskultur litt Die Begründung zeigt, wie fundamental das Misstrauen der Regierungsrats ist: «Diese Erneuerung ist nötig, weil der Verwaltungsrat in seiner derzeitigen Zusammensetzung nicht mehr in der Lage ist, die anstehenden Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf die neue Spitallandschaft 2012, erfolgreich zu meistern.» Zu diesem Schluss kam die Regierung, nachdem sie vom Badener Büro Charles Brélaz AG ein Gutachten über die Situation im VR hatte erstellen lassen. Die Untersuchung muss sehr negativ ausgefallen sein. Die Regierung hält zwar fest, alle VR-Mitglieder hätten sich «mit bestem Wissen und Gewissen» engagiert. Dennoch sei das Gremium nicht mehr in der Lage, die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Gründe seien «wachsende Spannungen» und «eine kontinuierliche Abnahme der Vertrauenskultur». Nun drängt die Zeit: Ende Jahr muss der neue VR gebildet sein. Die Regierung hat gestern ein «Such- und Evaluationsverfahren» eingeleitet. Wie alle Regionalen Spitalzentren ist das Spital Biel eine eigenständige AG im Eigentum des Kantons. Die Regierung kann die VR in Eigenregie ein- und absetzen. Derzeit lässt sie die Organisation und die Rollenverteilung im bernischen Spitalwesen von PricewaterhouseCoopers untersuchen. fab/pd>

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