Der Reservoir-Neubau wurde bewilligt

Grindelwald

Die Gemeinde kann das Reservoir Burglauenen weiterplanen. 397 Bürger stimmten dem 3,67-Millionen-Kredit zu.

Aktuell fehlen eine genügende Löschwassermenge, deshalb strebt Grindelwald in Sachen Wasserversorgung eine rasche Lösung an. (Symbolbild)

Aktuell fehlen eine genügende Löschwassermenge, deshalb strebt Grindelwald in Sachen Wasserversorgung eine rasche Lösung an. (Symbolbild)

(Bild: Marc Dahinden)

«Die Stimmbeteiligung war doch relativ tief», bedauert Gemeindepräsident Christian Anderegg nach der Urnenabstimmung über den Kredit für die Sanierung der Wasserversorgung Burglauenen mit einem Reservoir-Neubau und die Erneuerung des Badrainwegs. Sie betrug 21,5 Prozent. 397 Stimmberechtigte bewilligten den Kredit, immerhin 142 lehnten ihn ab.

Eine grundsätzliche Opposition hat es öffentlich nicht gegeben. Der Urnengang am 1. September war nötig, weil Grindelwald in Sachen Wasserversorgung Burglauenen rasch eine Lösung anstrebt. Aktuell fehlen eine genügende Löschwassermenge und eine valable Zweiteinspeisung, zwei Kriterien, die vom Kanton gefordert sind.

Nachdem eine gemeinsame Wasserversorgung Schwar­ze Lütschine (Burglauenen, Lütschental, Gündlischwand) am Veto der Gemeinde Gündli­schwand gescheitert war, handelte Grindelwald, um die in Aussicht gestellten 50-Prozent-Subventionen aus dem kantonalen Wasserfonds doch noch abholen zu können. Es gibt sie, wenn eine gemeindeübergreifende Lösung für eine nachhaltige Wasserversorgung gefunden wird.

Allerdings nur noch jetzt, denn der Wasserfonds ist leer, und der Kanton wird eine neue Regelung finden müssen, die sicher weniger Subventionen bedeutet. Nach der Abstimmung wird Grindelwald sofort das Gesuch stellen und dann mit der Gemeinde Lütschental schauen, wie es weitergehen soll. Dort hat die Gemeindeversammlung noch nicht über das Projekt abgestimmt.

Vorgesehen ist, dass Lütschental Wasser aus dem neuen Reservoir Burglauenen bezieht und Burglauenen und Lütschental gegenseitig die Zweiteinspeisung fachgerecht regeln können. Die Grindelwalder Vorlage beinhaltete einen gebühren- und einen steuerfinanzierten Teil.2,2 Millionen Franken kosten die Anlagen für die Wasserversorgung mit dem Reservoir-Neubau, 1,47 Millionen die Sanierung des Badrainwegs, an dem das neue Reservoir gebaut werden soll.

«Wir werden die Verhandlungen mit Lütschental weiterführen. Das Echo war bis jetzt positiv», sagt Anderegg. Bauen wird die Gemeinde das Reservoir Burglauenen auf alle Fälle, allerdings mit weniger Subventionen. Bewilligt wurde in Grindelwald der Bruttokredit für beide Vorhaben.

agg

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