Der Skilift Hohwald fährt weiter

Beatenberg

Dank relativ guter Schneelage 2017/2018 und Subventionen fährt die Skilift Hohwald Beatenberg AG sicher auch in der kommenden Saison.

Die Landwirte (v. l.)Hans von Allmen, Urs von Allmen, Johann Gimmel, Matthias Wolf und Jörg Grossniklaus – hier mit VR-Präsident Peter Grossniklaus – arbeiten bei Bedarf am Skilift Hohwald.

Die Landwirte (v. l.)Hans von Allmen, Urs von Allmen, Johann Gimmel, Matthias Wolf und Jörg Grossniklaus – hier mit VR-Präsident Peter Grossniklaus – arbeiten bei Bedarf am Skilift Hohwald.

(Bild: Anne-Marie Günter)

Fünf Saisons gab sich die Skilift Hohwald Beatenberg AG, um zu beurteilen, ob die 52-jährige Anlage mit der Bergstation auf 1580 Meter Höhe eine Zukunft hat oder nicht. Der Jahresbericht der AG zeigt, dass die erste Saison eher fürs Weiterbestehen spricht. «Wir sind uns bewusst, dass wir nicht jedes Jahr so viel Glück haben werden», sagte Verwaltungsratspräsident Peter Grossniklaus am Freitag vor den Aktionären.

Die Saison 2017/2018 verlief problemlos, die Unterhaltskosten blieben tief. Im Dezember lag genug Schnee für die Festtage; die Januar-Sturmtiefs frassen ihn dann zwar auf, aber pünktlich für die Sportferien fiel neuer Schnee. Weil an einigen Wochenenden die Sonne fehlte, sprach Grossniklaus von einer durchschnittlichen Saison. In Zahlen: An 59 Betriebstagen wurden 52275 Personen transportiert, der Ertrag aus dieser Beförderung belief sich auf 132317 Franken.

Positiv dank Hilfe

Insgesamt resultierte nach Rückstellungen ein Unternehmensverlust von gut 1000 Franken. Letztes Jahr war der Verlustvortrag höher als das halbe Aktienkapital. Die Sitzgemeinde, die Bödeligemeinden und Beatenberg Tourismus unterstützten nach einem Hilferuf die AG. 32578 Franken an Spenden und Subventionen kamen zusammen, damit konnte die AG jetzt einen Gewinn von 31‘96 Franken ausweisen. Das Eigenkapital stieg, der Verlustvortrag sank, liegt aber immer noch bei 102771 Franken.

Löhne zahlt die AG nur, wenn Arbeit anfällt. In der vergangenen Saison lag der Personalaufwand bei 76166 Franken. Im Team von Betriebsleiter Hans von Allmen sind hauptsächlich Landwirte. «Da auf unseren Betrieben immer mehr Arbeit anfällt, ist es gar nicht so einfach, die Skiliftarbeit einzuteilen», sagt dieser. Das Team ist engagiert: Matthias Wolf hat einen Skiliftkurs besucht.

Päckli und Parktickets

Auch auf die kommende Saison schnürte die AG wieder Gönnerpäckli, in individuellen Varianten für Fondue-Geniesser und Genussfahrer.

Zu einer Diskussion führte die Information, dass die AG auf den skiliftnahen Parkplätzen einen Ticketautomaten aufstellen will. Die kritischen Stimmen fanden, dass ein Gratisparkplatz ein Mehrwert sei, und auch, dass es für Saisonabi-Besitzer in irgendeiner Form eine Befreiung geben müsste. Der Saisonstart ist auf den 22. Dezember vorgesehen. Fällt vorher Schnee, wird schon an den Wochenenden davor gefahren.

Berner Oberländer

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