Der Überblick und die Weitsicht sind wichtig

Aeschiried

Der Transportgewerbeverband Thun-Oberland tagte in der Chemihütte. Themen waren die grossen Anforderungen an die Fahrer, Kündigungen im Winterdienst und die Möglichkeiten des Verbandes.

Den Überblick behalten und die nötige Weitsicht haben, sei im umkämpften Transportgewerbe zentral, sagte der Präsident des Transportgewerbeverbands.

Den Überblick behalten und die nötige Weitsicht haben, sei im umkämpften Transportgewerbe zentral, sagte der Präsident des Transportgewerbeverbands.

«Wir haben einen Tagungsort mit Symbolcharakter gewählt. Von der Chemihütte in Aeschiried überblicken wir einen grossen Teil unseres Verbandsgebiets bis nach Thun und Interlaken», sagte der Präsident des Transportgewerbeverbands (TGV) Thun-Berner Oberland, Markus Bruni, an der 78. Hauptversammlung.

Den Überblick behalten und die nötige Weitsicht haben, sei im umkämpften Transportgewerbe zentral. Der Job der Chauffeure sei hart. Die Strassen seien an vielen Orten verstopft, was Umwege erfordere und immer mehr koste. Auch die Rahmenbedingungen seien nicht einfach: Vorwürfe würden erhoben wie die Lastwagen seien langsam, machten Lärm und stänken.

Das Gewerbe hat viel Geld in neue Fahrzeugflotten investiert. Die Angestellten haben Zeitdruck, müssen über die Ladung Bescheid wissen, zum Beispiel bei speziellem Gefahrengut, und die Ladung sichern. Unzählige Vorschriften sind zu befolgen, Weiterbildungen und Kurse dürfen sie nicht verpassen.

«Ein wichtiger Auftrag»

Bruni sagte, dass der Strassengüterverkehr für die Versorgung und Entsorgung unverzichtbar sei. «Die Fahrer erfüllen für die Wirtschaft und die Konsumenten einen wichtigen Auftrag», stärkte er den Mitgliedern des TGV den Rücken. Der Vorstand setze sich im neuen Leitbild für bessere Bedingungen der motorisierten Nutzfahrzeuge ein, interveniere bei Fachstellen, Behörden, fördert und unterstützt die Mitglieder mit Informationen zu neuen Gesetzen und zum Arbeitsrecht.

Mitglieder gesucht

Der Verband hat mehr Gewicht für die Kleinunternehmer (64 Prozent haben von einem bis fünf Fahrzeuge) und versucht, bei Strassenprojekten (Kreisverkehr) gangbare Lösungen zu erreichen. Er diskutiert mit der Astag über tiefere Kurskosten, sucht neue Varianten und Modelle.

Die statutarischen Geschäfte wurden schnell abgewickelt. Der Sekretär Kurt Gaensli warb für mehr Mitglieder, bat, die Anzahl Fahrzeuge und Anhänger zu melden. Zudem forderte er die Mitglieder auf, Strassen- und Durchfahrtprobleme zu melden, damit der TGV rechtliche Massnahmen ergreifen kann.

Enttäuscht ist der Verband über die vom Kanton Bern verschickten Kündigungen für Transportunternehmen, die den Winterdienst auf den Strassen ausführen. Man habe Lastwagen für diese Dienstleistung umgebaut. Alle müssen sich neu bewerben, und den Zuschlag bekommen vielleicht nicht alle bisherigen Unternehmer.

Nathan Bettler von der Astag erläuterte in einem Kurzvortrag, dass nach einer eineinhalbjährigen Testphase E-Learning über eine Mailadresse, Login und Natel eingeführt werde. Der Kandidat kann den für ihn vorgeschriebenen Kurs aussuchen, herunterladen und individuell im eigenen Lerntempo durcharbeiten.

Nach einem halben Tag Prüfung in Bern wird die Kursbestätigung elektronisch übermittelt. Die Vorteile seien offensichtlich: Der Lerneffekt sei grösser, es gebe weniger Aufwand und eine kürzere Abwesenheit am Arbeitsplatz.

Berner Oberländer

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