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Der Verband schult immer mehr Chauffeure

thun/oberlandDer Transportgewerbeverband verteidigt seine Forderungen an die Strassenpolitik. Zugleich ist er immer mehr Schulungsorgan für Chauffeure.

Am Freitag redete Markus Bruni, Präsident des Transportgewerbeverbandes Thun-Oberland (TGV), an der 70. Hauptversammlung im Restaurant Kreuz in Allmendingen Klartext zur Verkehrspolitik in der Schweiz und zum Zustand der Verkehrsinfrastruktur. Der hohe Wert des Strassengütertransportes für eine prosperierende Wirtschaft werde oft nicht gewürdigt. «Die schweizerische Verkehrspolitik ist viel zu stark von den Themen Umwelt, Klima, Lärm und vor allem öffentlicher Verkehr bestimmt», erklärt der Präsident in seinem Jahresrückblick. «Wir hoffen nun, dass mit dem Verkehrsministerwechsel von Herrn Leuenberger zu Frau Leuthard etwas bewegt wird, denn unsere Rahmenbedingungen müssen zwingend verbessert werden», meint Markus Bruni. Es dürfe nicht sein, dass an Sitzungen der Verkehrskommission vorwiegend über neue 30er-Zonen und Anliegen der Pro Velo diskutiert werde. Bildung für mehr Sicherheit Der Verband wolle einerseits das Vertrauen in den Strassengüterverkehr fördern, auf der anderen Seite aber unermüdlich seine Forderungen mit Nachdruck in Politik und Öffentlichkeit einbringen. So müsse beispielsweise dem Strassenunterhalt vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt werden. Zehn Prozent der Kantonsstrassen seien in einem kritischen oder schlechten Zustand, hält der TGV fest. Besondere Beachtung widmet der TGV der Weiterbildung seiner Chauffeure, die auch immer rege benutzt wird. So finden auch dieses Jahr wiederum drei Fachkurse statt. «Wir geben fast unser ganzes Budget, rund 50000 Franken jährlich, für die Weiterbildung der 270 Fahrer in Sicherheitsbelangen aus», erklärt der Präsident. Ab dem 1.September 2014 dürften nur noch Chauffeure beruflich Fahrzeuge führen, die innerhalb von fünf Jahren mindestens 35 Stunden Weiterbildung besucht hätten. Geschult werden Gesetze, richtiges Laden, Verhalten im Verkehr und Erste Hilfe. «Der TGV ist also nicht mehr nur ein Interessenverband», sagte Bruni, «sondern immer mehr auch eine Schulungsinstitution.» ukz>

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