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Dichten im Hotel

Literaten lieben schöne Hotels. Einst und heute. Jetzt laden die Swiss Deluxe Hotels

Elsbeth Hobmeier Ein Hotel ist eine perfekte Bühne für den grossen Auftritt. Diese besondere Atmosphäre wussten Autoren, Literaten, Romanciers immer schon zu nutzen, sie quartierten sich gerne in ein feudales Hotel ein, beobachteten die Menschen und liessen sich von ihnen zu eigenen Geschichten inspirieren. Voltaire und Hans Christian Andersen taten dies im «Trois Rois» in Basel, Mark Twain im «Victoria- Jungfrau» in Interlaken, Johanna Spyri im «Quellenhof» in Bad Ragaz, Thomas Mann im «Baur au Lac» Zürich und Friedrich Dürrenmatt im «Palace» Luzern. Der russisch-amerikanische Schriftsteller Vladimir Nabokov gar blieb gleich 16 lange Jahre, von 1961 bis 1977, im heutigen «Fairmont Le Montreux Palace» und verfasste hier sein Alterswerk «Ada oder das Verlangen». Das alles war einmal. Dass auch heutige junge Autorinnen die Anonymität eines Hotelzimmers und ganz besonders auch die Vorzüge des Zimmerservice durchaus zu schätzen wissen, zeigte sich letzte Woche in einem munteren Podiumsgespräch im Hotel Baur au Lac, wo Zoë Jenny («Das Blütenstaubzimmer») von ihrer «Schreibstube» schwärmte, welche sie sich während drei Monaten im «Trois Rois» einrichten durfte und «dort so speditiv wie sonst nie wieder» arbeiten konnte. Und auch Cordula Seger aus St.Moritz («Grand Hotel – Bühne der Literatur») lobte die «höchst inspirierende Welt im Kleinen», die ein Hotel darstellt. «Unsere renommierten Hotels können idealer Schauplatz für literarische Werke sein», ist Jan E. Brucker als Präsident der Swiss Deluxe Hotels überzeugt. «Wir wollen die Tradition der Hotelliteraten aufnehmen und neu interpretieren», sekundiert SDH-Geschäftsführer Fiorenzo Fässler. Diese Idee ist Grundlage eines ebenso originellen wie publizitätswirksamen Wettbewerbs, der ab 16. September bei SDH und auch auf www.a-d-s.ch aufgeschaltet wird. Total 39 Autorinnen und Autoren werden zwischen Februar und September 2011 für drei Nächte in ein SDH eingeladen, mit der Auflage, bis Ende November 2011 eine Kurzgeschichte über einen in diesem Hause frei gewählten Gegenstand zu verfassen. «Die Resonanz dürfte sehr gross sein», vermutet Fiorenzo Fässler, «aber eine Jury wird die Besten gewissenhaft auswählen und dabei Geschlecht, Sprachgebiet und Literaturgattung berücksichtigen.» Und er lacht: «Das ist halt fast wie bei einer Bundesratswahl.»>

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