Die beiden Häuser Frutigen und Reichenbach spannen zusammen

Frutigland

Die für die neuen Strukturen bei Pro Senectute nötigen Kadermitglieder konnten aus den eigenen Reihen besetzt werden.

Im Einsatz für die Pro Senectute Frutigland (v.l.): Franziska Schranz (Institutionsleiterin beider Häuser), Silvia Küenzi (Standortleiterin Reichenbach), Jean Pierre Beuret (Heimleiter Frutigen), Tamara Rubin (Standortleitung Frutigen), Karl Klossner (VR-Präsident), Roger Riesen (VR neu). Foto: Rösi Reichen

Im Einsatz für die Pro Senectute Frutigland (v.l.): Franziska Schranz (Institutionsleiterin beider Häuser), Silvia Küenzi (Standortleiterin Reichenbach), Jean Pierre Beuret (Heimleiter Frutigen), Tamara Rubin (Standortleitung Frutigen), Karl Klossner (VR-Präsident), Roger Riesen (VR neu). Foto: Rösi Reichen

Es waren einige Neuerungen, die Präsident Karl Klossner an der Hauptversammlung der Pro Senectute Frutigland am Donnerstag im Haus Frutigen bekannt gab. So wurde nach einer Nutzwert­analyse mit 474 gegenüber 365 Punkten die zentrale Führung der beiden Heime Frutigen und Reichenbach beschlossen.

Aus den eigenen Reihen werden auf den 1. Juli neue Kaderfunktionen besetzt: Tamara Rubin wird zusätzlich zur Pflegedienstleiterin neu auch noch Frutiger Standortleiterin (Heimleiter Jean Pierre Beuret wird pensioniert). Silvia Küenzi ist Pflegedienstleiterin und neu auch Standortleiterin im Haus Reichenbach. Die bisherige Heimleiterin Franziska Schranz ist neu Institutionsleiterin beider Häuser, und Susanne Aeschlimann übernimmt das Prozessmanagement.

Pro Senectute Schweiz will sich in Zukunft vermehrt auf die Beratung von älteren Menschen konzen­trieren. Die Vereine Pro Senec­tute Frutigland, Niedersimmental, Interlaken und Amt Burgdorf beabsichtigen, ihre Alters- und Pflegeheime weiterhin unter einem neuen Namen in einer Non-Profit-Organisation zu betreiben.

Als Träger kommt ein Verein (wie bisher) oder eine Kapitalgesellschaft infrage. Der Bankfachmann Roger Riesen aus Spiez wurde in den Vorstand gewählt. Die Seniorenarbeit Frutigland bietet Begegnungen, Unterstützung und Hilfe an.

Über 95 Prozent Auslastung

Heimleiterin Franziska Schranz sagte, dass die Suche nach Fachpersonal schwieriger werde. Sie lobte die 2000 Stunden Freiwilligenarbeit. Ausser guter Pflegequalität der Grundversorgung zeige das Personal Einfühlungsvermögen, höre zu, helfe bei der Alltagsgestaltung.

Jean Pierre Beuret, Heimleiter des Hauses Frutigen, freute sich, dass das Heim für das Jahr 2018 einen ausge­glichenen Abschluss vorlegen kann. Die beiden Institutionen bilden 21 Lernende in neun Berufen aus mit dem neuen Lehrgang Hauswirtschaft und planen auf 2021/2022 einen kaufmännischen Ausbildungsplatz.

Zusammen erzielten die beiden Heime einen Betriebsertrag von 10,5 Millionen Franken, wobei der Personalaufwand mit7,4 Millionen Franken die grösste Ausgabe darstellte.

Die Auslastung der beiden Heime: Frutigen hat 44 Betten und 43 Bewohner (davon 13 Männer; 99 Prozent). Reichenbach hat 63 Betten und 59 Bewohner (davon 13 Männer; 95 Prozent). Das Eintrittsalter liegt in Frutigen bei 87,5 Jahren, in Reichenbach bei 86,8 Jahren. In Reichenbach arbeiten 93 Mitarbeiter (59,7 Vollzeitstellen), in Frutigen 64 Personen (44 Vollzeitstellen).

Berner Oberländer

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