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«Die Chancen sehen und nutzen!»

FrutigenMit Christoph

Der Tag der Berner Oberländer Hotellerie im Tropenhaus Frutigen startete mit der Generalversammlung des Hotelier-Vereins HVBO. Stephan J. Maeder und Andrea Sprenger von Siebenthal wurden als Präsident respektive Vizepräsidentin bestätigt. Aus dem Vorstand verabschiedet wurden Beat Oehrli (Gunten), Gerhard Lehmann (Kandersteg) sowie – wegen Auflösung der Sektion Lenk – Rita Ludi-König. «Herbert Messerli wird die Verbindung zur Lenk sicherstellen», erklärte Maeder. Geschäftsführer Beat Anneler erläuterte Rechnung und Budget und bereitete die Anwesenden auf eine wohl in einem Jahr nötig werdende Beitragserhöhung vor. Bis dann sollten auch die neuen Statuten vorliegen. Zudem wurde informiert, dass die Sektion Brienz 2013 die Delegiertenversammlung von Hotelleriesuisse durchführt. Zwischenhoch verzieht sich Die Schweizer Hotellerie verzeichnete 2010 nach dem Vorjahresrückgang eine leichte Zunahme der Übernachtungen von 1,7 Prozent. «Bei diesem Zwischenhoch liegt das Berner Oberland mit einem Plus von 0,5 Prozent unter dem nationalen Durchschnitt», erklärte Präsident Maeder. «Die Zahl der Logiernächte sagt aber über den Profit wenig aus. Mehrheitlich können wir mit dem vergangenen Jahr zufrieden sein.» Angesichts des starken Frankens, der Katastrophe in Japan und den Unruhen im arabischen Raum sei aber mit «windigem Wetter» zu rechnen. Neue Märkte wie Asien und Südamerika seien nicht immer lukrativ. Die Prognosen müssten 2011 wegen des ungünstigen Wechselkurses nach unten korrigiert werden, sagte Christoph Juen, CEO von Hotelleriesuisse. «Die Wirtschaft zeigt sich robust, kommt gut aus der Krise, doch der Tourismus läuft unten weg.» Dabei sei zu beobachten, dass die grossen Städte profitierten, der Alpenraum aber verliere. Im Wahljahr gelte es die Situation zu nutzen: «Auf unserer Parlamentarierplattform ist ersichtlich, welche Politiker sich tourismusfreundlich zeigen.» Treue Schweizer Gäste Der Präsident von Hotelleriesuisse, Guglielmo Brentel (ursprünglich aus Unterseen), wies auf den Vorteil hin, dass 40 Prozent der Gäste aus der Schweiz kommen. «Sie und die ausländischen Gäste geben den Weg an, den wir mit unserem Angebot gehen müssen.» Man suche ein Gesamterlebnis. Topqualität, eine integrierte Servicekette, Zuverlässigkeit sowie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. «Wir können nicht billiger sein als andere, aber besser», meinte Juen. «Wir müssen die Chancen sehen und nutzen!» Standortvorteile seien: Natur, Authentizität/Mentalität, Vielfalt auf kleinem Raum, hoher Bekanntheitsgrad (Weltmarken wie Jungfrau, Interlaken, Gstaad), breites Beherbergungsangebot mit «Flaggschiffen». «Wellness ist auf der ganzen Welt zu haben, unsere Landschaft ist aber einzigartig», brachte es Juen auf den Punkt. Handlungsbedarf sieht er bei der Vermarktung, die heutige Destinationsstruktur fördere die Schlagkraft nicht. Das Oberland sei mit seinen Weltmarken in Schweiz Tourismus optimal platziert: «Und die Schweiz hat das Plus ja bereits in ihrer Fahne.» Differenzen bei der Energie Urs Gasche, Verwaltungsratspräsident der BKW Energie AG, sprach im Tropenhaus über Trends in der Stromversorgung: «2010 war in Sachen Stromverbrauch ein Rekordjahr. Und er steigt konstant weiter – nur beim Bund sinkt er.» Viele Geräte würden zwar energieeffizienter, ihre steigende Zahl fresse aber die Einsparungen mehr als auf. Nach den Ereignissen in Japan würden plötzlich andere alles besser wissen und beschliessen. Die Kernkraft decke in der Schweiz 40 Prozent des Verbrauchs ab. Ohne Stromimporte und Ausbau der Übertragungsnetze sei der Ersatz illusorisch. «In zwanzig Jahren ist es nie möglich, die fehlenden 40 Prozent durch Sonnenenergie zu ersetzen.» Im von Stefan Regez moderierten Podiumsgespräch sprachen sich Gasche und Brentel dafür aus, die technische Entwicklung der Kernkraft eher zu fördern, statt sie zu verbieten. Letzterer meinte: «Es gibt eine Zeit nach den Wahlen – und dann wird man das Hirn wieder einschalten.» Gasche wies darauf hin, dass die BKW die Hotellerie gerne berate: «Denn nicht benötigter Strom ist billiger» Peter Rothacherwww.berneroberland-hotels.ch>

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