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Die drei Pöbler halten sich mehr schlecht als recht ans Hausverbot

schüpfenDas Hausverbot für die drei Kollegen von Igor L. gilt seit zwei Monaten. Die Initianten zeigen sich in einer Zwischenbilanz zwar zufrieden, doch sei man noch lange nicht am Ziel, sagen sie.

Igor L.* ist gestern vor Obergericht abgeblitzt und wird die nächsten Monate im Gefängnis und in einem Therapiezentrum verbringen. Das Strafmass wurde von 11 auf 14 Monate erhöht (siehe Haupttext). Seine Kumpels jedoch hängen immer noch in Schüpfen herum. Drei Pöbler, unter ihnen auch Amyn G.*, sorgen seit Jahren immer wieder für Furore. Gegen sie ist am 20.April ein Hausverbot verhängt worden. Das heisst: Weder bei Spar noch bei Coop, im Migrolino oder in der Landi können die 18-jährigen Schweizer Alkohol kaufen. In die Beizen dürfen sie nicht rein. Und die SBB halten sie mit einem Platzverbot vom Bahnhofsareal fern. Wenn die Jugendlichen gegen diese Verbote im Dorf verstossen, dürfen die Eigentümer sie wegen Hausfriedensbruch anzeigen (wir berichteten). Andere besorgen den Alk Zwei Monate sind seit der Aussprache des Verbots vergangen. Hans Aeberhard, Migrolino-Pächter und Initiant der Massnahme, zeigt sich in einer Zwischenbilanz einigermassen zufrieden. «Es ist seither ruhiger geworden», sagt er. Aber: «Die Schrauben lockern wir garantiert nicht. Wir sind noch lange nicht dort, wo wir sein wollen.» So halten sich die drei jungen Männer noch immer am Bahnhof auf und reizen dort die Grenzen aus. Aeberhard: «Man sieht sie immer und überall, aber sie bleiben nicht lange vor Ort. Wenn ich aus meinem Laden trete und auf die Uhr tippe, machen sie meist einen raschen Abgang.» Auch auf den Alkohol verzichten die drei Pöbler nicht – es sind jetzt einfach deren Kollegen, die das Bier besorgen. Mindestens noch zwei Jahre Die Zwischenbilanz der Polizei ist ebenfalls durchzogen. «Wir haben noch sporadische Einsätze geleistet», sagt Daniela Sigrist, Mediensprecherin der Kantonspolizei. Nach Aussprache des Hausverbots gab es die eine oder andere Anzeige wegen Hausfriedensbruch. «Insgesamt hat sich die Situation aber beruhigt», sagt auch Sigrist. Als Quintessenz ist für Migrolino-Pächter Aeberhard klar: Das Hausverbot wird mindestens noch zwei Jahre andauern. «Sonst gehen die Probleme gleich wieder von vorne los.» Aeberhard hat die jungen Männer mittlerweile auch an anderen Bahnhöfen gesichtet, zum Beispiel in Bern. «Doch meistens halten sie sich schon in Schüpfen auf.» Nächste Woche findet ein nächstes Treffen der Gruppe «Schüpfen schaut hin» statt. Da will man die weiteren Schritte besprechen. Zudem drehen in den Sommermonaten wieder die Broncos ihre Runden im Dorf. Simone Lippuner*Namen der Redaktion bekannt.>

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