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«Die Erträge sind höher als budgetiert»

adelbodenAm Wochenende wird die Freizeit- und Sportarena Adelboden (FSA) offiziell eingeweiht – zu Gast ist der SC Bern. Geschäftsführer Adrian Haueter erklärt, was die Kunden an der Anlage schätzen.

Adrian Haueter, seit einem halben Jahr ist die FSA mit allen Anlageteilen in Betrieb. Ein erstes Fazit des Geschäftsführers? Im Grossen und Ganzen dürfen wir zufrieden sein. Natürlich haben wir aufgrund der kurzen Vorbereitungs- und Einarbeitungszeit nach dem Bauende die eine oder andere Feuerwehrübung überstehen müssen. Aber der tägliche Betrieb ist gut angelaufen, und auch die grösseren Anlässe wie der Tag der offenen Tür, das Curling-Eröffnungsturnier oder das Testspiel der SCL Tigers haben wir gut über die Bühne gebracht. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Beteiligten für den grossen Einsatz bedanken. Welche Teilbereiche finden den grössten Anklang bei den Gästen? Man darf sagen, dass – insbesondere bei schlechtem Wetter – alle Anlageteile grossen Anklang finden. Über alles gesehen ist aber schon die Bowlinghalle der Renner, und auch die Eishalle ist bereits sehr gut ausgelastet. Und woran liegt das? Bowling kann von jedermann und ohne Erfahrung gespielt werden. Da meistens nicht der sportliche Erfolg im Vordergrund steht, ist das gemütliche Beisammensein ein wichtiger Teil. Und ich denke, dass dafür das Ambiente in der Bowlinghalle auch wirklich stimmt. Bei der Eishalle können wir auswärtigen Teams oder Organisationen ein attraktives Gesamtangebot für die Durchführung von Trainingslagern anbieten. Gibt es auch negative Rückmeldungen? Persönlich habe ich wenige negative Rückmeldungen bekommen. Über Umwege hat man sicher mehr gehört. Aufgrund solcher Meldungen versuchen wir natürlich, nach Möglichkeit laufend Anpassungen vorzunehmen. Es zeichnen sich also Anpassungen des Angebots ab? Die Anpassung der Angebote und Konzepte ist ein laufender Prozess. Man erlebt fast täglich neue Abläufe und muss am Ball bleiben. Die FSA ist hauptsächlich Ersatz der Curling- und Eisbahn. Welchen Stellenwert hat heute das Eis? Die Arena kann mit der alten Anlage nicht verglichen werden. Die alte Anlage war zu einem grossen Teil eine Trainings- und Spielstätte der heimischen Eisclubs. Die Arena ist nun ein echtes Schlechtwetterangebot für Gäste und Einheimische. Bowling, Klettern im Boulderraum oder Eislaufen sind Angebote, die man ohne grosse Vorkenntnisse machen kann und auch bei schlechtem Wetter stark genutzt werden. Dank dem Dach über der Eisbahn können wir neu auch auswärtige Eiskunstlauf- und Eishockeyclubs für Trainingslager nach Adelboden locken, und die Curlinghalle bietet Teams aus dem Unterland eine topmoderne Infrastruktur. Die Realisierung der FSA war nicht ganz unproblematisch, insbesondere die Finanzierung der über 16 Millionen Franken an Investitionen. Wichtig ist jetzt der Tagesbetrieb. Wie sehen die Zahlen aus? Es war immer das Ziel, dass der eigentliche Betrieb der Arena kostendeckend ist und die Fremdkapitalkosten über die Betriebsbeiträge von der Gemeinde und Adelboden Tourismus finanziert werden. Im ersten Betriebsjahr war dies nicht möglich, da Erstinvestitionen getätigt werden mussten und der Betrieb vor der Eröffnung Kosten verursacht hatte und gleichzeitig keine Einnahmen geflossen waren. Trotzdem sind die Zahlen positiv, da wir in allen Anlageteilen höhere Erträge erzielt haben als budgetiert. Ich bin zuversichtlich, dass der eigentliche Betrieb selbsttragend sein kann, wenn die Fremdkapitalkosten wie erwähnt mit den Betriebsbeiträgen gedeckt werden können. Hochkarätige Hockeymannschaften und künftige Eiskunstlauf-Hoffnungen spielen und trainieren hier. Erreichen Sie ein für Adelboden neues Publikum? Ich denke schon. Bereits im ersten Winter absolvierte in der Curlinghalle ein russisches Team ein Trainingscamp, oder Spieler aus Schottland nahmen an einem Turnier teil. Auch in der Eishalle trainierten Eiskunstläufer aus Russland und aus dem asiatischen Raum. Es freut mich, dass in beiden Eisbetrieben bereits nationale oder gar internationale Grössen trainiert haben oder uns in nächster Zeit noch besuchen werden. Ich bin der Meinung, dass die Anlage für Adelboden eine echte Bereicherung ist. Hans Rudolf Schneider>

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