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Die etwas andere Art, Merci zu sagen

UnterseenBurgerpräsident Bernhard Bhend tritt nach

Die Räte und die Funktionäre der Burgergemeinde Unterseen waren «mit Anhang» ins Golf-Restaurant geladen und dazu einige Gäste. Sie wurden vom Wirtepaar Apollonio umsorgt und von Pianospieler Bruno Rigassi unterhalten. Die Zusammenkunft fand nicht zufällig auf dem Golfplatz statt. Für dessen Bau haben die Burger seinerzeit 55 Hektaren Land abgetreten. Der Pachtzins trägt dazu bei, dass die Burgerkasse gut «zwäg» ist. Die vergessene Versammlung Präsident Bernhard Bhend erzählte, wie zu seiner Bubenzeit in der Wohnstube seiner Eltern – Vater Albert Bhend war 45 Jahre lang Burgerschreiber! – manches Burgergeschäft erörtert wurde. «Unter Beachtung strengster Diskretion», wie er versicherte. Aber er erzählte einige nicht der Geheimhaltung unterstellte Anekdoten. Zum Beispiel diese: 1963 vergassen doch tatsächlich Präsident Hans Götz und Schreiber Albert Bhend, beide als sehr zuverlässig bekannt, zur Altjahrsversammlung einzuladen. Diese fand dann aber doch im alten Jahr statt. Am Silvester! 22 und 45 Jahre Bernhard Bhend war seit 1984 Vizepräsident, als er auf den 1.Januar 1990 zum Burgerpräsidenten gewählt wurde, nachdem er die präsidialen Geschäfte bereits neun Monate lang ad interim geführt hatte. Nun, nach 22 Jahren, tritt er zurück. Peter Bhend (mit Bernhard nicht verwandt) stellte ihm ein Abgangszeugnis aus. Nicht mit Noten, sondern mit markanten Sätzen. Etwa: «Er hatte immer alles im Griff. – Er arbeitete unermüdlich. – Er war offen für alles und alle und erreichte seine Ziele. – Er hat seine Kompetenzen mehrmals zugunsten der Allgemeinheit überschritten.» Die Gesamtbeurteilung: «Beni war ein hervorragender Präsident.» Peter Bhend wurde 1966 mit Amtsantritt am 1.Januar 1967 mit 17 Stimmen bei 5 Enthaltungen zum Burgerkassier im Nebenamt gewählt. Er wohnte damals in Matten, sein Gegenkandidat in Interlaken (beides Unterseer Burger). Mitentscheidend bei der Wahl war, dass Peter Bhend ein Büro im elterlichen Haus in Unterseen in Aussicht stellen und fixe Bürozeiten versprechen konnte. Die Burger hatten die Wahl nicht zu bereuen. Der Kassier wurde zum Routinier, führte manchen «Subventionstürgg» durch und mit Erfolg zu Ende. Denn einige Stürme fegten während seiner Amtszeit über Land und Wald der Burger. Beim scheidenden Burgerkassier war es zudem wie bei allen versierten Kassieren: Die Rechnung fiel jeweils besser aus als budgetiert. «Peter Bhend leistete sehr gute Arbeit», lobte der Präsident, «die Zusammenarbeit sowohl mit mir wie mit dem Burgerrat war ausgezeichnet.» Für beide Bhends gab es Applaus, Geschenke und ein Müntschi der Burgerschreiberin. Weitere Rücktritte Neben dem Präsidenten und dem Kassier treten vier weitere Burgerräte auf Ende Jahr zurück: René von Allmen (Vizepräsident, bereits als neuer Kassier gewählt), Ernst Götz (Präsident Feldkommission), Roger Götz (Feldkommission), Kurt Roth Forstkommission). Sie werden an der Altjahrsversammlung verabschiedet und ihre Nachfolger gewählt. Revierförster Ueli Wenger wird pensioniert und der Forstbereich neu organisiert. Ueli Flück >

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