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Die Falle vermieden

Roger FedererDer Baselbieter hat die Pflicht erfüllt und an seinem Heimturnier die zweite Runde erreicht, aber noch auf eine Kür verzichtet.

Roger Federer kennt sich hervorragend; er weiss die Signale seines Körpers exakt zu deuten. Vor dem Basler Tennisturnier hatte er gesagt, er werde vielleicht noch «ein wenig rostig» sein. In der Tat wirkte der Lokalmatador gestern nicht ganz so beweglich, geschmeidig und behände wie gewohnt – kein Wunder, nach sechs Wochen ohne Wettkampf. Auch das härteste Training ist kein Ersatz für echte Matches. Trotzdem zog Federer (ATP 4) mit dem 7:6 (7:3), 6:4-Sieg über Potito Starace (ATP 54) in die zweite Runde ein. Allerdings musste der vierfache Swiss-Indoors-Gewinner gegen den Italiener «hart arbeiten», wie er einräumte. Starace, ein Sandplatzspezialist, servierte überraschend stark; es gelangen ihm gar drei Asse mehr als dem Favoriten (7:4). Der Rost habe sich vor allem beim Return gezeigt, meinte Federer, «ich hatte Mühe, die Aufschläge zu antizipieren». Bellucci oder Nieminen Seit drei Jahren zelebriert Turnierdirektor Roger Brennwald den ersten Auftritt des Lokalmatadors immer, indem er vorgängig einen Musiker aus dem Ausland sowie das Basler Festival-Orchester auf den Centre-Court bittet. Durch Rauchschwaden schreitet Federer dann auf den Platz, frenetisch bejubelt vom Publikum. Der Tennisstar ist sich sehr wohl bewusst, dass von ihm etwas Besonderes erwartet wird, er ist freilich erfahren genug, nicht in die Falle zu tappen und zu viele Zauberschläge auszuprobieren. «Vor allem wollen mich die Leute gewinnen sehen, und manchmal führt das schöne Spiel nicht zum Sieg.» Gegen Starace bekamen die Besucher in der St.-Jakobs-Halle noch keine Kunststücke zu sehen. Vielleicht ist der Rost in der zweiten Runde weg, wenn Federer, der in Basel sowohl von Paul Annacone als auch von Severin Lüthi betreut wird, auf den Sieger aus der Partie Jarkko Nieminen (Fi/ATP 66) - Thomaz Bellucci (Br/ATP 38) trifft. Dann könnte es durchaus sein, dass er nicht nur die Pflicht, sondern auch den Wunsch nach einer Kür erfüllt.ar>

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