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Die Gelassenheit der Thuner

UnihockeyDer UHC Thun hat in der Nationalliga B einmal mehr einen hohen Rückstand korrigiert und doch noch gewonnen. Gegen Langenthal-Aarwangen fiel das 7:6 in der Verlängerung.

Das Szenario des UHC Thun ist längst bekannt und bestens auf seine Tauglichkeit geprüft. Die Thuner verschlafen gewöhnlich den Spielbeginn, geraten in Rückstand, holen irgendwann mal auf und siegen. Gegen Jona-Uznach stand es nach einem Drittel 0:4, am Ende 7:4. Gegen Ticino gelang die Wende vom 0:3 zum 5:3 – und am Wochenende gegen Langenthal-Aarwangen vom 0:4 zum 7:6 nach Verlängerung. Kein Wunder, ist Thun in der zweithöchsten nationalen Liga vorne anzutreffen. Kein Rückstand ist zu gross, um nicht korrigiert zu werden. Gegen Langenthal wurde es aber sehr knapp. Die Thuner kamen im Startdrittel überhaupt nicht auf Touren. Selber erzeugten sie auf den Gegner kaum Druck und kamen nur zu wenigen Torchancen. Die Oberaargauer ihrerseits kombinierten sich mit wunderschönen Spielzügen vors Tor der Thuner und waren auch im Abschluss einigermassen effizient. Nach 38 Sekunden erzielte Matthias Gloor das 0:1, doch es war kein Weckruf für das Heimteam, weitere Gegentore folgten in loser Folge. Bis zu Gloors 0:4 in der 19.Minute. Überragender Burger Im zweiten Drittel steigerte sich Thun merklich. Beruhigend für die Berner Oberländer ist aber in erster Linie, dass sie mit Patric Burger einen Spieler in den Reihen haben, der jederzeit den Unterschied machen kann. In der 28.Minute traf der 26-jährige Stürmer zum 1:4. Zwei Minuten später bediente er Christof Mann, der das 2:4 erzielte, und in der 42.Minute legte er den Ball Jonas Wettstein einschussbereit zum 3:4 auf. Das Resultat war beinahe aufgeholt, das 4:4 eigentlich nur eine Frage der Zeit. Doch Thun versuchte sich mit etwas «Neuem». Sie liessen den Gegner ein zweites Mal davonziehen. Simon Stauffer musste zweimal die Strafbank aufsuchen, zweimal nutzte Langenthal die Überzahl mit einem Tor aus und führte neun Minuten vor Spielende beruhigend 6:3. Es folgte der Thuner Endspurt. Patric Burger war zuerst für das 4:6 besorgt. Kurz später gab er zum 5:6 Dominique Rothens den letzten Pass. Für den Ausgleich hatten die Thuner immer noch fast sechs Minuten Zeit – und einige sehr gute Chancen. Bis zum erlösenden Jubel dauerte es aber etwas länger. Ryan Winkler traf erst in der zweitletzten Minute zum 6:6. Playoffs bereits geschafft In der Verlängerung liessen sich die Oberländer nicht mehr lange auf den Gegner ein. Philipp Zaugg haute auf einen Querpass einfach mal drauf und traf zum 7:6 ins Netz. Die Thuner durften ein weiteres Mal in dieser Saison jubeln. Weil der Sieg in der Verlängerung «nur» zwei Punkte wert ist, verloren die Thuner zwar die Leaderposition an Olten, dafür sind sie bereits fünf Runden vor Schluss für die Playoffs qualifiziert. Doch Vorsicht: Auch in der letzten Saison war der UHC Thun in der Qualifikation weit vorne – und scheiterte bereits im Playoff-Viertelfinal. Stephan Dietrich>

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